Das wirst du lernen

  • Definition: OffPage Optimierung
  • Warum Backlinks so wichtig sind
  • Wie du gute und schlechte Backlinks erkennst
  • Tipps zum Linkaufbau für dein OffPage SEO
  • Weiterführende OffPage Maßnahmen
erfolgreicher mann

Was ist OffPage Optimierung?

OffPage Optimierung umfasst alle Maßnahmen zur Steigerung der organischen Besucherzahlen, die außerhalb (off page) einer Website stattfinden. Dabei geht es vorrangig um den Aufbau von Backlinks und um die Bekanntmachung der Website.

Es handelt sich also um einen Teilbereich der Suchmaschinenoptimierung, der das Gegenstück zur OnPage Optimierung bildet.

Warum ist das wichtig?

Obowhl Google schon seit längerer Zeit predigt, dass wir uns doch nicht zu sehr auf Backlinks konzentrieren sollen, spielen sie nach wie vor eine wichtige Rolle in der Suchmaschinenoptimierung.

Die Anzahl und Qualität der Backlinks einer Website korrelieren positiv mit den Platzierungen in den Suchergebnissen. Entsprechende Studien gab es schon öfter, und das Ergebnis war jedes Mal eindeutig.

ahrefs studie: zusammenhang zwischen backlinks und traffic
Studie von Ahrefs: Zusammenhang zwischen der Anzahl der verweisenden Domains und dem organischen Traffic einer Website

Das ist auch nicht weiter verwunderlich. Schließlich kommt eine Verlinkung einer Art Empfehlung in der Offline Welt gleich. Und da Suchmaschinen wie Google immer das beste Ergebnis liefern möchten, vertrauen sie eben auch auf diese Empfehlungen.

Backlinks & OffPage SEO

Die Backlinks sind eine der wichtigsten OffPage Faktoren. Ein Backlink ist nichts anderes als eine Verlinkung von einer anderen Website zu deiner Seite.

Im Kern ist es zwar immer das Gleiche, dennoch unterscheidet man zwischen 3 verschiedenen Arten von Backlinks.

Verzeichnis-Links

Links aus Verzeichnissen spielen eine wichtige Rolle bei der lokalen Suchmaschinenoptimierung. Der Wert dieser Links ist zwar nicht sonderlich groß, schließlich ist es auch sehr leicht sie zu bekommen, dennoch sollte man die OffPage Optimierung stets hier beginnen.

Es gibt unzählige verschiedene Webverzeichnisse, die sich auf bestimmte Regionen, Branchen oder Nischen spezialisiert haben. Finde die für dich relevanten Verzeichnisse, und lege dort ein Profil an.

Wichtig: Achte auf möglichst einheitliche Informationen in den Einträgen. Diese sollten sich auch mit den Informationen in deinem Google MyBusiness Profil (sofern vorhanden) decken!

Gängige Verzeichnisse sind z.B.:

Outreach-Links

Diese Art von Links wurden manuell durch Outreach Maßnahmen aufgebaut. Dazu gehört etwa das Schreiben von Gastartikeln in anderen Blogs. Diese Verweise stellen den Großteil der Offsite Optimierung dar.

Organische Links

Organische Links wiederum sind unser aller Traum. Sie entstehen natürlich. Hierbei hast du dich nicht aktiv um den Linkaufbau gekümmert, sondern andere Webmaster haben freiwillig auf deinen Content verlinkt, weil sie ihn nützlich fanden.

Diese Links haben oft den größten Wert, sind aber auch am schwierigsten zu bekommen. Nicht zuletzt deswegen, da deine Website erst eine gewisse Popularität genießen muss, damit dein Content überhaupt gefunden wird.

Achtung: Link ist nicht gleich Link

Nun habe ich schon ein paar mal über den “Wert” eines Backlinks gesprochen. Was genau ist damit gemeint?

Früher war es so, dass die bloße Anzahl von Verweisen auf die eigene Website entscheidend war. Die Qualität spielte so gut wie keine Rolle.

Das Ergebnis war, dass man qualitativ minderwertigen Websites ganz einfach ein hohe Suchmaschinen Ranking verpassen konnte. Man brauchte nur ein paar Scripte zu schreiben, und konnte tausende Backlinks pro Tag aufbauen.

Dem ist heute nicht mehr so. Die Qualität eines Links ist nun maßgeblich für den daraus resultierenden Wert verantwortlich. Mit “schlechten” Links kann man sogar eine Abstrafung riskieren, und seine Rankings verschlechtern!

verlinkung

Was ist ein guter Backlink?

Ein “guter” Backlink kommt von einer seriösen Quelle, die selbst wiederum viele “gute” Links besitzt, und möglichst themenrelevant ist.

Hast du also einen Blog über Tiernahrung, wird dir ein Backlink von einem Tierpflege-Blog mehr nutzen, als ein Link von einer KFZ Werkstatt.

Welche Backlinks sollte ich vermeiden?

Die “bösen” Backlinks sind all jene Links, die automatisiert bzw. über Spam Taktiken gewonnen wurden. Hüte dich also vor Angeboten wie “30 high quality backlinks” für einen Preis von 30€ oder dergleichen.

Im besten Falle nützen diese Links nichts. Im schlimmsten Falle kassierst du dafür eine Google Abstrafung und fliegst aus dem Index.

Eine weitere beliebte Linkbuilding Maßnahme ist das Kaufen von Backlinks auf mehr oder weniger seriösen Seiten. Hier scheiden sich die Geister. Ich würde grundsätzlich jedem von diesen Linkbuilding “Strategien” abraten, da sie gegen die Google Richtlinien verstoßen.

Wer das Risiko dennoch eingehen möchte, sollte zumindest sehr genau wissen was er oder sie tut. Sieh dir lieber den nächsten Abschnitt an, denn da erfährst du, wie du korrektes Linkbuilding betreibst!

Zusammenfassung

Nicht alle Backlinks sind von Vorteil

Konzentriere dich auf Verlinkungen von seriösen und themenrelevanten Websites. Vermeide unbedingt automatisch generierte Spam Links und Verweise von unseriösen Quellen.

Links aufbauen zur OffPage Optimierung

Nun genug des Vorgeplänkels. Sehen wir uns mal die gängigsten Methoden an, wie du Backlinks für deine OffPage Optimierung aufbauen und deine Platzierung im Suchmaschinenranking verbessern kannst!

Erstelle Content, der auf natürliche Weise Links generiert

Dieser Tipp klingt nach Captain Obvious? Vielleicht ist er das, aber er wird nunmal zu oft übersehen. Wenn du richtig guten Content erstellst, wird dieser nicht nur von Suchmaschinen geliebt und mit höheren Rankings belohnt. Andere Blogger und Website Betreiber werden auch von selbst darauf verlinken!

Zugegeben, das wird nicht sonderlich schnell, und auch nicht sonderlich oft passieren. Es gibt aber ein paar Tricks, mit denen du mehr natürliche Links aufbauen kannst.

Infografiken

Wir alle lieben Infografiken. Sie packen komplizierte Sachverhalte in ein leicht zu verstehendes Bild.

Da wir leider relativ faul geworden sind, macht sich kaum noch jemand die Mühe eigene Infografiken zu erstellen. Zudem finden sich zu beinahe allen Themen bereits fertige Grafiken im Netz.

Was tun wir aber, wenn wir so eine Grafik dann im Content der eigenen Website verwenden? Richtig, wir geben die Quelle mit an und verlinken darauf! (Zumindest sollten wir das tun, Copyright ist kein Spaß)

Wenn nun du derjenige bist, der diese Grafik erstellt hat, passiert was? Du generierst auf ganz natürliche Art jede Menge Backlinks.

Studien

Neben Infografiken sind auch Studien und Forschungsergebnisse eine gute Möglichkeit, deine Reputation auszubauen und neue Backlinks aufzubauen.

Die Ergebnisse werden gerne von anderen Bloggern zitiert werden, und auch Suchmaschinen lieben hochwertige, wissenschaftliche Inhalte.

Broken Link Building

Diese Methode ist nicht unbedingt ein Geheimtipp, aber bei vielen Anfängern immer noch unbekannt und sehr effektiv.

Das Prinzip funktioniert so: Du suchst nach einem Blogartikel der sich mit einem ähnlichen Thema wie dein eigener Artikel befasst. Höchstwahrscheinlich werden in diesem Blogartikel Links zu anderen Seiten eingebaut sein. Wenn du einen “toten” Link findest, also ein Link der einen 404 Fehler erzeugt, kontaktierst du den Webmaster und bietest ihm stattdessen deinen Artikel als Alternative an.

Falls die andere Seite noch gar keinen Link zu deinem Thema enthält, schlägst du den jeweiligen Betreibern vor, er könne doch an geeigneter Stelle auf deine Webseite verweisen.

Die anderen Websitebetreiber werden deinen Vorschlag oft dankend annehmen, denn auch sie wollen keine toten Links in ihren Artikeln. Voraussetzung ist natürlich, dass das Thema passt und dein Content von guter Qualität ist.

Nach diesen Links manuell zu suchen ist eine ziemliche Qual, der Content Explorer von Ahrefs bietet glücklicherweise genau diese Funktion an.

Abgesehen davon kannst du auch den ScreamingFrog für diese Technik verwenden.

Outreach & Gastbeiträge

Outreach Kampagnen und Gastbeiträge sind eine der gängigsten Maßnahmen der OffPage Optimierung.

Das Outreach Prinzip hatten wir gerade schon kurz erklärt: Du schreibst den Betreibern anderer Websites eine Nachricht, in der du deinen Content pitchst. Mache sie darauf aufmerksam, dass dein Content für ihre Leser nützlich ist. Wenn du Glück hast, kannst du sie überzeugen und sie werden deine Seite verlinken.

Bitte gehe dabei aber nicht zu aggressiv vor, und akzeptiere, dass dir nicht jeder antworten beziehungsweise deinem Vorschlag folgen wird.

Umso personalisierter dein Anschreiben, und desto passender und nützlicher dein Content, desto mehr Erfolg wirst du mit diesen Maßnahmen haben.

Mit Gastbeiträgen verhält es sich relativ ähnlich. Der Unterschied liegt hier darin, dass du einen eigenen Artikel auf der Webseite eines anderen Webmasters veröffentlichst – im Optimalfall mit Backlink zu dir.

Dadurch kannst du die Reichweite und den Einfluss anderer für dich nutzen. Im Gegenzug lieferst du ihnen ein schönes Content Piece, mit dem sie wiederum mehr Traffic für ihre Webseite generieren können. So kannst du auch deine generelle Reputation verbessern und spannende Kooperationen aufbauen!

Zusammenfassung

Erstelle Inhalte, die es wert sind, verlinkt zu werden

Infografiken und Studien sind eine tolle Möglichkeit, auf natürliche Weise Links zu generieren. Mit manuellen Outreach Maßnahmen kannst du diesen Prozess noch beschleunigen.

Weitere Maßnahmen

Neben dem Aufbau von Backlinks gibt es noch weitere Möglichkeiten der OffPage Optimierung. Die folgenden Tipps sind zwar vielleicht nicht direkt ein Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung, aber sie generieren organischen Traffic. Und dabei geht es uns doch am Ende des Tages!

Nutze Social Media

Die Sozialen Medien sind ein wichtiger Teil des Online Marketing geworden. Welche Plattform für dich zielführender ist unterscheidet sich zwar von Branche zu Branche, eines aber haben sie alle gemeinsam: Du kannst deine Reputation ausbauen und die Kanäle für dein Marketing nutzen.

Nutze deine Reichweite für dein Content Marketing. Teile deine Inhalte im Netz! Wenn du noch keine große Followerzahl aufgebaut hast, suche nach Influencern in deiner Branche. Biete ihnen Kooperationen an und nutze ihre Reichweite für deinen Content.

Hast du dir erstmal einen Namen gemacht, wirst du auch über Social Media organische Besucher gewinnen. Es ist zwar umstritten, inwiefern Suchmaschinen sogenannte “Social Signals” in ihre Bewertung von Websites mit einbeziehen, schaden wird es dir aber auf keinen Fall!

Nutze YouTube

YouTube ist ebenfalls ein sehr guter Content Marketing Kanal. Auch hierüber kannst du dir eine Fanbase aufbauen und neue Besucher gewinnen. Das Beste hieran ist, dass du deine Videos auch in deinen Artikeln einbinden kannst.

Suchmaschinen wie Google bevorzugen Video-Inhalte, sie werden dir also auch mit dem Ranking deiner Artikel weiterhelfen. Zudem werden Videos in den Suchergebnissen immer ganz oben angezeigt, was dir zu wesentlich mehr Traffic verhelfen kann.

Zusammenfassung

Nutze auch andere Traffic-Kanäle

Google ist nicht die einzige Quelle von organischen Besuchern. Nutze auch die anderen Kanäle wie Social Media, YouTube und Co.

Fazit

Die OffPage Optimierung spielt im SEO eine wichtige Rolle. Im Kern geht es darum, deine Website im Netz bekannt zu machen sowie den Aufbau von Links.

Da die Google Rankings mit der Anzahl an Links sehr stark korrelieren, sollte niemand bei der Optimierung die OffPage Methoden außen vor lassen.

Die OffPage Optimierung wird dir maßgeblich dabei helfen, deinen Einfluss zu steigern, deine Positionierung in den Suchergebnissen zu verbessern, und mehr Besucher auf deine Website zu führen.