SEO Onpage Optimierung: Leitfaden für 2019

Die Onpage Optimierung ist ein wichtiger Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung. Das Thema geht dabei weit über das setzen von einigen Keywords hinaus. Ich erkläre dir heute wie die Onpage Optimierung funktioniert. Zum Schluss haben wir auch eine Checkliste für dich zusammengestellt.

1. Was versteht man unter Onpage Optimierung?

SEO lässt sich in zwei große Teilbereiche aufgliedern. Diese Teilbereiche sind die Onpage Optimierung und die Offpage Optimierung. 

Während sich die Offpage Optimierung auf Maßnahmen „außerhalb“ der Website konzentriert, geht es bei der Onpage Optimierung um Maßnahmen innerhalb der Website. 

Dabei spielen die Technik, die Struktur und die Inhalte einer Seite eine entscheidende Rolle. Alle 3 Faktoren sind wichtig, und sollten keinesfalls vernachlässigt werden. 

2. Warum ist die Onpage Optimierung so wichtig?

Onpage & Offpage Optimierung gehen Hand in Hand, wenn es darum geht das eigene Google Ranking zu verbessern. Nur Onpage oder nur Offpage Optimierung zu betreiben wird gerade bei umkämpften Keywords keine Erfolge bringen.

Ich vergleiche es immer so: Die Onpage Optimierung bestimmt ob und für was eine Seite ranken wird. Die Offpage Optimierung sorgt für die notwendige „Schubkraft“. Der Vergleich ist zwar nicht zu 100% korrekt, trifft es aber doch schon sehr genau. 

Jeder, der also die Suchmaschinenoptimierung für seine Website nutzen will, sollte sich ausgiebig mit der Onpage Optimierung beschäftigen. Zudem sollte man bei der Umsetzung von Maßnahmen sehr gründlich arbeiten. Das zahlt sich aus. Die Konkurrenz schläft schließlich auch nicht.

Schauen wir uns aber mal konkret an, worum es bei der Onpage Optimierung geht.

3. Technische Aspekte

Es gibt mehrere technische Aspekte, die für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung berücksichtigt werden müssen. 

Metadaten

Mit den Metadaten ist hier der Meta Title und die Meta Description gemeint. Beiden wird leider oft viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei sind sie quasi dein Aushängeschild in den Suchergebnissen. Denn sie sind das Erste, was der User zu Gesicht bekommt.

Ihre Aufgabe ist es nicht nur, den Inhalt einer Seite kurz & knapp wiederzugeben, sondern den Nutzer auch dazu zu bringen, auf deine Seite zu klicken! 

Du solltest darin also nicht nur dein „Main Keyword“ unterbringen, sondern auch zum anklicken animieren. Verwende also aktive Sprache (z.B. „Jetzt anfragen!“) und andere für deine Seite relevante Clickbaits. Bei Online Shops kann das etwa „kostenloser Versand“ sein.

Tipp: Sieh dir die besten Ergebnisse für dein anvisiertes Keyword an. Welche Titles & Descriptions verwenden sie? Daran solltest du dich orientieren.

Responsive Design

Wichtig, wichtig, wichtig! Deine Seite sollte optimal für mobile Endgeräte angepasst sein. Der Großteil der Nutzer kommt heutzutage über das Smartphone auf deine Website. Dass deine Seite Mobile-Friendly ist, tut nicht nur deinen Besuchern einen Gefallen, sondern verschafft dir auch einen Rankingboost.

Dieser Boost potenziert sich sogar, wenn man bedenkt dass die Nutzersignale von Smartphonenutzern sich wiederum positiv auswirken. Setze also unbedingt auf responsive, oder sogar „mobile first“ Webdesign.

Ladezeiten

Eng mit dem Thema responsive Design verknüpft ist auch das Thema Ladezeiten. Gerade bei mobilen Endgeräten ist die Datenübertragung meist etwas langsamer. Ist deine Seite zu groß, ziehen sich die Ladezeiten in die Länge.

Das missfällt nicht nur dem Google Bot, sondern lässt Nutzer auch schnell abspringen. Beides Dinge, die wir nicht haben wollen!

Google hatte eigens dafür eine Studie veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen sehr schön, wie stark die Absprungquote mit zunehmender Ladezeit ansteigt.

Kümmere dich also um die Ladezeiten deiner Website! Das bedeutet, deine Seite möglichst klein (klein im Sinne von Bytes) zu halten. Vermeide unnötig hochauflösende Bilder und aufgeblähten Code.

Für WordPress Nutzer gibt es hierfür einige hilfreiche Plugins, die solche Aufgaben selbstständig übernehmen. Wir können empfehlen:

Autooptimize (kostenlos)
Komprimiert alle HTML, CSS und JavaScript Dateien. Aktiviert Caching und bietet die Möglichkeit ein CDN (Content Delivery Network) anzubinden.

Short Pixel Image Optimizer
Komprimiet alle gängigen Bilddateien und verringert so die Dateigröße enorm, ohne große Abstriche bei der Bildqualität machen zu müssen.

Neben diesen Maßnahmen ist natürlich auch ein schneller & zuverlässiger Hosting Service wichtig für die Onpage Optimierung. Ist deine Seite nicht durchgäng erreichbar, ist das denkbar schlecht. 

Bildoptimierung

Die Optimierung deiner eingebundenen Bilder ist sehr wichtig für SEO. Stelle Bilder nur in den Größen bereit, in denen sie auch benötigt werden.

Es macht also keinen Sinn, kleinere Vorschaubilder mit einer Auflösung von 2000 Pixeln hochzuladen. Das schafft nur unnötigen Ballast und erhöht deine Ladezeiten.

Neben der Bildgröße, solltest du auch auf passende Bildtitel und Alttexte achten. 

Das ist besonders für Shops wichtig. Viele Kunden nutzen die Google Bildersuche um sich nach Produkten zu erkundigen. Deine Bilder können also eine super Trafficquelle darstellen. 

Darüber hinaus hilft du damit Usern, die auf Bedienungshilfen angewiesen sind (z.B. Blinde), sich auf deiner Seite zurechtzufinden.

Vermeide „tote“ Links

Die klassische 404 Fehlermeldung: Seite nicht gefunden. Frustrierend für den Nutzer. Überprüfe also unbedingt alle deine internen (und ausgehenden!) Verlinkungen. Alle Linkziele sollten erreichbar sein, und auch den korrekten Inhalt liefern.

Gerade wenn man selbst Weiterleitungen einrichtet, sollte man darauf achten. Fehlermeldungen sind ein negatives Rankingsignal für Google, und bereiten auch dem User keine Freude.

Das Screamig Frog Tool eignet sich sehr gut dafür, tote Links aufzuspüren.

Crawling & Indexing

Bei diesem Punkt geht es ausnahmsweise nicht um deine Websitebesucher, sondern um den Googlebot selbst. Du solltest sicherstellen, dass deine Seite vollständig vom Bot gecrawlt werden kann. Zusätzlich solltest du das Crawlingbudget einteilen, und dem Bot mithilfe von Schema Markups unter die Arme greifen. Google wird sich mit einem Rankingbonus bei dir bedanken.

 

Das Crawling Budget einteilen kannst du mithilfe einer robots.txt

Eine Sitemap.xml Datei hilft dabei, dass auch alle deine Unterseiten erfasst werden können.

Schema Markups helfen dem Bot dabei, deine Website besser zu verstehen.

SSL Verschlüsselung

Sicherheit im Netz ist wichtig. Ein SSL Zertifikat (erkennbar an dem „https“ anstelle von nur „http“) verschlüsselt den Austausch von Informationen im Internet. Verwende die SSL Verschlüsselung, um dein Onpage SEO zu verbessern.

4. Strukturelle Aspekte

Die Struktur deiner Website & Inhalte spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Onpage Optimierung. Strukturen machen Dinge leichter verständlich, sofern sie richtig angewendet werden. Das hilft sowohl Usern als auch Crawling Bots.

Sinnvoller Einsatz von HTML Tags

HTML bietet in seiner aktuellen Version jede Menge nützlicher Tags an. Diese sollte man sich zu Nutze machen. Sie helfen den Suchmaschinen auch dabei, den Aufbau deiner Seite besser zu verstehen. Zudem sorgen sie naturgemäß für eine logische Strukturierung deiner Seite. Das macht es Usern einfacher, die Inhalte zu erfassen.

Zu diesen Tags zählen vor allem:

 

  • <nav> Zur Kennzeichnung deiner Navigation
  • <h1,2,3,4,5,6> Zur Kennzeichnung von Überschriften. Die Klassifizierung sollte nach Relevanz erfolgen (h1 ist „wichtiger“ als eine h3). Nur eine h1 pro Seite verwenden!
  • <header> Zur Kennzeichnung des Headers deiner Seite
  • <footer> Zur Kennzeichnung des Footers deiner Seite
  • <section> Zur Kennzeichnung eines Sektors/Abschnitts
  • <p> Zur Kennzeichnung von Text-Paragrafen
  • <b> Fettgedruckte Elemente heben besonders wichtige Informationen hervor

Interne Verlinkungen

Interne Verlinkungen sind Links innerhalb deiner Seite. Du solltest sie unbedingt benutzen und im Rahmen der Onpage Optimierung anpassen. Interne Verlinkungen erfüllen gleich mehrere Zwecke.

Zum einen geht es darum, den Nutzer durch deine Seite zu navigieren. Biete deinen Besuchern stets die Möglichkeit, zu relevanten Inhalten deiner Seite zu gelangen. Das sollte immer möglichst einfach und ohne große Umwege funktionieren.

Achte also auch bei deinem Hauptmenü darauf, dass die wichtigsten Unterseiten direkt vom Menü aus erreichbar sind. Zudem sollten die Ankertexte sehr klar erkennen lassen, was sich hinter einem Link verbirgt.

Die zweite Aufgabe von internen Verlinkungen ist es, den „SEO Juice“ zu verteilen. Man kann mit einem überlegten Einsatz von internen Links durchaus sein SEO verbessern. Um mich kurz zu halten: Wird ein interner Link oft geklickt, stehen die Chancen gut dass die Rankings der Zielseite davon profitieren.

Überlege dir also welche Unterseiten deine wichtigsten sind. Dann sieh zu, dass du passende interne Links platzierst, welche möglichst oft angeklickt werden. 

5. Inhaltliche Aspekte der Onpage Optimierung

Der spannendste, mitunter aber auch schwierigste Part der Onpage Optimierung. Der Kern deiner Website sind ihre Inhalte. User lieben hochqualitative Inhalte. Das tut auch Google. Und Google ist mittlerweile verdammt gut darin, Inhalte auszuwerten und zu verstehen. Austricksen ist nicht mehr. Du brauchst super Content!

Was macht denn aber guten Content aus? Diese Frage ist eigentlich ziemlich einfach zu beanworten. Überlege dir doch einmal, was für Inhalte du dir gerne durchliest/ansiehst. Ich wette, die folgenden Kriterien treffen darauf zu.

Gute Inhalte sind..

 

    • einzigartig. Niemand liebt abgeschriebene oder kopierte Texte. Mal abgesehen davon, dass du dafür von Google abgestraft werden kannst. Bring dein eigenes Wissen, deine eigenen Erfahrungen und deinen eigenen Schreibstil mit ein.

 

    • akutell. Gerade in den Bereichen Technik spielt Aktualität eine große Rolle. Ein Vergleich der schnellsten Computer, der bereits 10 Jahre alt ist? Heutzutage quasi nutzlos. Aktualisiere also auch veraltete Inhalte.

 

    • wirklich nützlich. Liefere deinen Nutzern einen echten Mehrwert. Das hast du bestimmt schon oft gelesen. Es ist aber so wichtig, deswegen erwähne ich es nochmal. Rede nicht um den heißen Brei. Liefere deinen Nutzern konkrete Informationen, die ihnen weiterhelfen.

 

    • vollständig. Beantwortest du alle Fragen deiner Nutzer? Könnten sie weiterführende Fragen haben? Versuche immer möglichst vollständige Inhalte zu liefern. Werden alle Fragen und weiterführenden Fragen deiner Nutzer beantwortet, ist das ein sehr gutes Zeichen! Das wird sich in deinen Rankings bemerkbar machen.

 

  • optisch aufbereitet. Das beginnt bei der Strukturierung und endet beim Einsatz von Medien. Verwende fettgedruckte Elemente, größere Überschriften und kurze Absätze um deine Inhalte zu strukturieren. Infografiken, Bilder und Videos eignen sich hervorragend um komplexere Inhalte zu präsentieren. Zudem machen sie deinen Content optisch ansprechender.

Um herauszufinden ob deine Inhalte vollständig sind, hier ein kleiner Tipp. Benutze mal die Google Suche zu deinem Thema. Klick auf ein Ergebnis und gehe dann sofort wieder zurück. Dann bekommst du das „Andere suchten auch“ Snippet angezeigt. Hier ein Beispiel für das Keyword „Erkältung vorbeugen“:

So findet man oft gute Anreize, welche Fragen und weiterführenden Themen ebenfalls behandelt werden sollten. Und sieh dir unbedingt bestehende Artikel zu deinem Thema an. Welche Fragen behandeln sie? Und welche nicht? 

Das zeigt dir Chancen auf, wie du besseren Content liefern kannst. Willst du vor der Konkurrenz ranken, bleibt dir schließlich nichts anderes übrig, als bessere Inhalte zu liefern.

Keywords

Der richtige Einsatz von Keywords ist nach wie vor wichtig für die Onpage Optimierung. Das bedeutet nicht die Website einfach mit Keywords „vollzustopfen“. Es geht viel mehr darum, sich Gedanken zu machen, für welche Keywords man ranken möchte.

Dem Ganzen sollte eine Keyword Recherche vorausgehen. Nimm dir hierfür viel Zeit. Sieh dir an, welche Keywords zu deinem Thema passen. Schaue dabei nicht nur auf das Suchvolumen.

Wichtig ist die Suchintention hinter einem Keyword. Also welche Ergebnisse erwartet der Nutzer zu einem Keyword? Du musst genau das liefern. Verfehlst du die Suchintention, nützen dir auch Keywords auf deiner Seite nichts.

Du baust deinen Content also nicht um Keywords, sondern um die Suchintention

Natürlich solltest du die entsprechenden Keywords dann auch auf deiner Seite platzieren. Aber in einem natürlichen Maß! Die Platzierung im Seitentiel, H1, Meta Description und Meta Title  ist sinnvoll. 

Im Text selbst solltest du einfach natürlich schreiben. Beschäftigst du dich ausgiebig mit dem Thema, wirst du automatisch das Keyword und verschiedene Synonyme erwähnen.

6. Die Onpage Optimierung Checkliste

Hast du bis hierhin alles gelesen? Dann weist du jetzt sehr viel über die Onpage Optimierung. Hier noch mal die wichtigsten Punkte im Überblick. Wenn du magst, kannst du dir auch eine Checkliste als PDF herunterladen.

  • Optimierte Meta Titles & Descriptions
  • Responsive Design
  • Schnelle Ladezeiten
  • Sitemaps, robots.txt und Schema Markups verwendet
  • SSL Zertifikat
  • Keine toten Links
  • HTML Tags sinnvoll eingesetzt
  • Interne Verlinkungen gesetzt
  • Klare Linktexte & logische Menüführung
  • Hochqualitative Inhalte
  • Vollständige Inhalte
  • Inhalte optisch strukturiert
  • Inhalte mit Medien aufgewertet
  • Main Keyword in Meta Title/Description, Seitentitel und H1
Hannes Kaltofen

Hannes Kaltofen

Geschäftsführer von tryseo.de

Suchmaschinenoptimierung & Webdesign ist meine Arbeit & mein Hobby. In der Offline-Welt meist im Fitnessstudio oder mit Freunden anzutreffen.