Alles neu, ohne SEO-Verluste: Vermeide diese 6 Fehler für einen gelungenen Website Relaunch

Veröffentlicht: 22. April 2024
Hannes Kaltofen

Hannes Kaltofen

Gründer & Geschäftsführer

Seit über 7 Jahren in den SERPs unterwegs. Dank SEO konnte Ich das Affiliate Marketing, Blogging und Agenturgeschäft kennelernen und helfe Unternehmen tagtäglich bei ihrer Sichtbarkeit.

Wenn Du planst, Deine Website neu zu gestalten oder umfassend zu aktualisieren, ist ein sorgfältiger Relaunch unerlässlich. SEO, oder Suchmaschinenoptimierung, spielt dabei eine entscheidende Rolle, um sicherzustellen, dass Deine Seite auch nach umfangreichen Änderungen weiterhin gut in Suchmaschinen gefunden wird.

Ein effektiver Website Relaunch kann Deine Online-Präsenz stärken und dafür sorgen, dass Du Deine Zielgruppe noch effektiver erreichst.

Allerdings birgt ein Website-Relaunch auch Risiken. Ohne die richtige Vorbereitung und Strategie können schnell Fehler passieren, die Deine bisherigen SEO-Erfolge zunichtemachen.

Von der Vernachlässigung wertvoller Inhalte, die bereits gut ranken, bis hin zu technischen Fehlern, die die Erreichbarkeit Deiner Website beeinträchtigen können, reichen die potenziellen Stolpersteine.

In diesem Beitrag werfen wir einen genauen Blick auf die häufigsten Fehler, die während eines Website-Relaunches auftreten können, und geben Dir Tipps, wie Du diese vermeidest.

1. Unzureichende Planung und Zielsetzung

Der Erfolg eines Website-Relaunches hängt wesentlich von einer gründlichen Vorbereitung und klaren Zielsetzungen ab, besonders im Hinblick auf SEO.

Eine strategische Herangehensweise ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass der Relaunch nicht nur die visuelle und funktionale Qualität der Website verbessert, sondern auch ihre Sichtbarkeit in Suchmaschinen erhält oder sogar steigert.

Die Wichtigkeit klar definierter SEO-Ziele

Klar definierte SEO-Ziele geben die Richtung vor, in der alle Änderungen und Optimierungen während des Relaunches vorgenommen werden sollten.

Diese Ziele sollten auf einer gründlichen Analyse der aktuellen SEO-Performance basieren und realistische Verbesserungen anstreben.

Ohne solche Ziele könntest Du wesentliche Aspekte wie Keywords, die User Experience oder die mobile Optimierung übersehen, die für die Erhaltung oder Verbesserung Deiner Suchmaschinenrankings entscheidend sind.

Tipps, wie man effektiv Ziele setzt und den Relaunch darauf abstimmt

  • Analyse des Status Quo: Beginne mit einer detaillierten Analyse Deiner aktuellen Website. Verstehe, welche Seiten gut ranken, welche Inhalte am meisten Traffic generieren und welche technischen Aspekte verbessert werden müssen.
  • SMART-Ziele definieren: Setze spezifische, messbare, erreichbare, relevante und zeitgebundene (SMART) Ziele für Deinen SEO-Relaunch. Beispielsweise könnte ein Ziel sein, die Ladezeiten der Seite zu halbieren oder die Anzahl der Besuche auf einer bestimmten Landing-Page um 30% zu steigern.
  • Stakeholder einbinden: Stelle sicher, dass alle relevanten Teammitglieder und Entscheidungsträger frühzeitig in den Planungsprozess einbezogen werden, um ihre Perspektiven und Fachkenntnisse zu integrieren. Dies fördert nicht nur ein gemeinsames Verständnis für die Ziele des Relaunches, sondern auch für die notwendigen Schritte zu ihrer Erreichung.
  • Fortlaufende Anpassungen und Tests: Setze Meilensteine und überprüfe regelmäßig den Fortschritt in Bezug auf die SEO-Ziele. Sei bereit, Deine Strategie basierend auf den Ergebnissen von A/B-Tests und Nutzerfeedback anzupassen.

2. Vernachlässigung bestehender SEO-Werte

Deine bestehenden Webseiten haben möglicherweise über Jahre hinweg SEO-Wert aufgebaut, der durch sorgfältig kuratierte Inhalte, eingehende Backlinks und stetige Nutzerinteraktion entstanden ist.

Diese Seiten haben bewiesen, dass sie in den Suchmaschinen erfolgreich sind. Sie einfach zu vernachlässigen oder ohne strategische Überlegung zu ändern, kann zu einem signifikanten Verlust an Sichtbarkeit und Traffic führen.

Daher ist es entscheidend, diese Erfolge während eines Relaunchs zu bewahren.

So stellst Du sicher, dass erfolgreiche SEO-Elemente nicht verloren gehen

  • Inhaltsaudit durchführen: Beginne mit einem gründlichen Audit Deiner aktuellen Website. Identifiziere, welche Seiten die meisten Besucher anziehen, welche die höchsten Konversionsraten aufweisen und welche für wertvolle Keywords ranken. Diese Seiten sollten bei einem Relaunch Priorität haben.
  • SEO-Metriken festhalten: Dokumentiere die aktuelle Leistung aller wichtigen Seiten hinsichtlich Rankings, Traffic-Volumen und anderen relevanten SEO-Metriken. Diese Daten dienen als Benchmark, um die Performance nach dem Relaunch zu vergleichen.
  • Inhaltsänderung sorgfältig abwägen: Insofern Du auch den Inhalt bestehender Seiten ändern willst, wäre sorgfältig ab ob das bei Seiten mit guten Rankings sinnvoll ist. Never change a running system und so.
  • Korekte Weiterleitungsstrategie anwenden: Werden die URLs geändert ist es essenziell korrekte Weiterleitungen zu implementieren. Wie das geht erfährst Du im nächsten Absatz.

Nutze die Chance auch für einen Content-Frühjahrsputz

Ein Website-Relaunch bietet die perfekte Gelegenheit, bestehende Inhalte gründlich zu überprüfen und zu optimieren. Dabei geht es nicht nur darum, die SEO zu verbessern, sondern auch darum, die gesamte Inhaltsstrategie zu überdenken.

Es ist eine Chance, Inhalte zu identifizieren, die nicht die gewünschte Performance zeigen, und zu entscheiden, ob diese verbessert oder entfernt werden sollten.

Nicht performende Inhalte können durch eine detaillierte Analyse identifiziert werden, bei der die Zugriffszahlen, die Verweildauer auf der Seite und die Konversionsraten betrachtet werden.

Besonders schnell geht das mit dem SEO Spider von Screamingfrog. Nutze dazu den API Zugang für die Google Search Console:

Google Search Console API in Screaming Frog

Logge dich mit dem jeweiligen Google Account ein und wähle die entsprechende GSC Property.

Anschließend kannst Du mit einem Crawl die Performance der URLs schnell überblicken:

Seitenperformance analysieren im Screaming Frog

Inhalte, die wenig bis keinen Traffic generieren, könnten entweder überarbeitet werden, um relevanter und ansprechender für das Zielpublikum zu sein, oder sie könnten entfernt werden, um die Website zu straffen und die Nutzerführung zu verbessern.

Beim Überarbeiten von Inhalten sollten aktuelle SEO-Best Practices berücksichtigt werden, einschließlich der Verwendung relevanter Keywords, der Verbesserung der Lesbarkeit und der Bereitstellung von Wert für die Leser.

Durch das Entfernen solcher Inhalte und das Neustrukturieren der verbleibenden Inhalte kann eine klarere, zielgerichtetere und benutzerfreundlichere Website geschaffen werden.

3. Fehlerhafte Umsetzung von Weiterleitungen

Eine der häufigsten und zugleich kritischsten Fehlerquellen bei einem Website-Relaunch ist die fehlerhafte Umsetzung von Weiterleitungen. Dies kann zu 404-Fehlern führen, die nicht nur die Benutzererfahrung negativ beeinflussen, sondern auch die SEO-Performance der Website schädigen.

Die Rolle von 301-Weiterleitungen bei einem SEO Relaunch

301-Weiterleitungen sind permanente Redirects, die dazu dienen, Suchmaschinen und Nutzer von einer alten auf eine neue URL umzuleiten. So wie das bei einem Relaunch nun mal oft der Fall ist.

Wenn eine URL während eines Relaunchs geändert wird, sollte eine 301-Weiterleitung eingesetzt werden, um sicherzustellen, dass Benutzer und Suchmaschinen zum richtigen Inhalt geführt werden und keine „Seite nicht gefunden“-Fehler entstehen.

Anleitung zur korrekten Implementierung von Redirects

Die korrekte Implementierung von 301-Weiterleitungen ist essentiell, um SEO-Probleme nach einem Relaunch zu vermeiden. Hier sind praktische Schritte und Beispiele für ein korrektes Handling:

  1. URL-Mapping erstellen: Vor dem Relaunch solltest Du ein detailliertes Mapping aller alten URLs zu den neuen URLs erstellen. Dies dient als Grundlage für die Einrichtung der Weiterleitungen.
  2. Weiterleitungen in der .htaccess-Datei einrichten: Beispiel: Angenommen, Du hast eine alte URL www.beispiel.de/alte-seite und die neue URL lautet www.beispiel.de/neue-seite. Die Weiterleitung in der .htaccess-Datei auf einem Apache-Server könnte folgendermaßen aussehen:

    Redirect 301 /alte-seite /neue-seite

    Dieser Eintrag sorgt dafür, dass Besucher und Suchmaschinen von der alten auf die neue Seite umgeleitet werden.
  3. Weiterleitungen testen: Nachdem die Weiterleitungen eingerichtet sind, ist es wichtig, diese zu testen. Überprüfe, ob alle alten URLs korrekt auf die entsprechenden neuen URLs umleiten, und stelle sicher, dass dabei keine Redirect-Schleifen oder falsche Weiterleitungen entstehen.
  4. Überwachung nach dem Launch: Auch nach der Umsetzung der Weiterleitungen solltest Du die Performance der URLs überwachen. Tools wie Google Search Console können dabei helfen, Fehler wie 404-Seiten schnell zu identifizieren und zu beheben.

4. Technische SEO Faktoren werden nicht beachtet

Der Erfolg eines Website-Relaunches hängt nicht nur von Inhalten und Design ab, sondern auch von einer Vielzahl technischer Aspekte, die oft übersehen werden.

Die sorgfältige Überprüfung von URLs, Meta-Daten und internen Links ist entscheidend, um technische SEO-Probleme zu vermeiden, die sonst nach dem Relaunch zu schwerwiegenden Problemen führen können.

  • URLs: Jede URL sollte sauber strukturiert, frei von unnötigen Parametern und optimal für Suchmaschinen sein. Sie sollte die relevante Keyword-Integration beibehalten und übersichtlich bleiben. Mehr dazu gleich.
  • Meta-Daten: Meta-Titel und -Beschreibungen sind entscheidend für die Klickrate in den Suchergebnissen. Sie müssen präzise sein, relevante Keywords enthalten und die Inhalte der Seite genau widerspiegeln.
  • Interne Links: Diese tragen nicht nur zur SEO bei, sondern auch zur Nutzerführung auf der Seite. Eine sorgfältige Überprüfung stellt sicher, dass alle internen Links korrekt funktionieren und logisch strukturiert sind, um die User Experience und die interne Link-Power zu optimieren. Vergiss auf keinen Fall bestehende interne Links!
  • Sicherheitsaspekte: Überprüfe alle Sicherheitsaspekte, einschließlich SSL-Zertifikate und HTTPs-Status.
  • Robots.txt und Sitemap: Stelle sicher, dass die Robots.txt Datei korrekt konfiguriert ist und die Sitemap aktuell und fehlerfrei an Suchmaschinen übermittelt wird.

Wie eine gut strukturierte URL aussieht und warum sie wichtig ist

Eine gut strukturierte URL ist klar, prägnant und informativ. Sie sollte wichtige Keywords enthalten, die den Inhalt der Seite widerspiegeln, und eine logische Struktur aufweisen, die die Navigation und das Verständnis der Website-Hierarchie sowohl für Benutzer als auch für Suchmaschinen erleichtert.

Gute URLs sind entscheidend für die SEO, da sie den Suchmaschinen helfen, den Kontext der Seite zu verstehen und sie entsprechend zu indizieren. Zudem verbessern sie die Nutzererfahrung, indem sie leicht lesbar und merkbar sind.

Tipps zur Optimierung der URL-Struktur, um SEO zu verbessern und Nutzererfahrung zu optimieren

  • Verwende sprechende URLs: Integriere relevante Keywords, die den Inhalt der Seite beschreiben.
  • Halte URLs kurz und prägnant: Vermeide unnötig lange URLs und komplexe Parameter, die die Lesbarkeit beeinträchtigen könnten.
  • Verwende Hyphens zur Worttrennung: Bindestriche sind standardmäßig zur Trennung von Wörtern in URLs akzeptiert und verbessern die Lesbarkeit.
  • Vermeide überflüssige Wiederholungen: Stelle sicher, dass URLs keine redundanten oder irrelevanten Wörter enthalten.
  • Strukturiere URLs hierarchisch: Organisiere deine URLs in einer logischen Hierarchie, die die Struktur deiner Website widerspiegelt und Suchmaschinen sowie Nutzern die Navigation erleichtert.

URL Änderungen bieten sich im Zuge eines Relaunches natürlich an, insofern es da aktuell Optimierungspotenzial gibt. Aber nicht die Redirects vergessen!

5. Unzureichende Tests und Qualitätssicherung

Umfassende Tests vor der Veröffentlichung einer neuen Website sind unerlässlich, um technische Fehler, Designprobleme und Nutzbarkeitsprobleme zu identifizieren und zu beheben.

Sie stellen sicher, dass alle Funktionen wie vorgesehen arbeiten und die Website in verschiedenen Browsern und auf unterschiedlichen Endgeräten korrekt dargestellt wird.

Gründliche Tests helfen, das Risiko von SEO-Schäden durch technische Mängel zu minimieren und sorgen für eine positive Benutzererfahrung ab dem ersten Tag.

Beispiele für Testverfahren und Tools, die dabei helfen können

  • Browser-Kompatibilitätstests: Tools wie BrowserStack oder CrossBrowserTesting ermöglichen es, das Aussehen und die Funktionalität der Website in verschiedenen Browserumgebungen zu überprüfen.
  • Mobile Responsiveness Tests: Tools wie Google’s Mobile-Friendly Test zeigen, ob die Website auf mobilen Geräten gut nutzbar ist.
  • Speed Tests: Werkzeuge wie Google PageSpeed Insights oder GTmetrix analysieren die Ladegeschwindigkeit der Website und geben Empfehlungen zur Verbesserung.

6. Fehlende Überwachung nach dem Launch

Nach einem Website-Relaunch ist es entscheidend, die Performance kontinuierlich zu überwachen, um sicherzustellen, dass die Website wie erwartet funktioniert und sich positiv auf das Ranking und den Traffic auswirkt. Dies umfasst die Überwachung von Traffic, Konversionsraten, Suchmaschinen-Rankings und Nutzerfeedback.

Tools und Techniken für das Monitoring und schnelle Fehlerbehebung

  • Google Analytics: Bietet umfassende Daten über Website-Traffic und Nutzerverhalten. (Hier wird schnell mal die korrekte Migration des Tags vergessen).
  • SEO Spider Screaming Frog: Ideal für das Erstellen der Migration Map, Auswertung bestehender Seiten und eigentlich alle OnPage Tasks.
  • Google Search Console: Hilft, die Sichtbarkeit der Website in den Suchergebnissen zu verstehen und zeigt auf, wie die Website von Google gecrawlt wird.
  • Heatmapping-Tools wie Hotjar oder Mouseflow: Ermöglichen Einblicke, wie Benutzer mit der neuen Website interagieren, und helfen, Usability-Probleme zu identifizieren.

FAQs

1. Was ist der größte Fehler, den Unternehmen bei einem SEO Relaunch machen?

Der größte Fehler ist das Vernachlässigen von 301-Weiterleitungen, sowie die nicht ausreichende Berücksichtigung der Inhalte und Keywords. Diese Fehler können zu erheblichen Verlusten im Ranking und Traffic führen.

2. Wie lange sollte ein SEO Relaunch dauern?

Die Dauer eines SEO Relaunches kann stark variieren, abhängig von der Größe der Website, der Komplexität der geplanten Änderungen und dem Umfang der vorbereitenden Maßnahmen.

Im Allgemeinen sollte man mehrere Monate einplanen: einen Monat für die Planung, zwei bis drei Monate für die Umsetzung und mindestens einen Monat für die Überwachung und Nachjustierung nach dem Relaunch.

3. Welche Rolle spielt die Google Search Console beim SEO Relaunch?

Die Google Search Console ist ein unverzichtbares Werkzeug, das Einblicke in die Performance Deiner Website bietet, Probleme aufzeigt und es ermöglicht, die Sichtbarkeit Deiner Website zu verbessern.

Sie hilft bei der Identifizierung von Crawling-Fehlern, dem Monitoring der Indexierung, der Analyse des Suchverkehrs und der Überprüfung der Umsetzung von 301-Weiterleitungen. Siehe dazu auch hier: Die häufigsten GSC Fehler & deren Lösung.

4. Kann ich einen SEO Relaunch ohne eine SEO Agentur durchführen?

Klar, es ist möglich, einen SEO Relaunch ohne externe Hilfe durchzuführen, besonders wenn Du oder Dein Team über ausreichendes Wissen in den Bereichen Webentwicklung, SEO und Content-Strategie verfügt. Falls nicht, solltest Du lieber auf Nummer sicher gehen mit externer Unterstützung.

5. Wie messe ich den Erfolg meines SEO Relaunches?

Der Erfolg eines SEO Relaunches kann anhand mehrerer KPIs gemessen werden, darunter die Positionierung in den Suchergebnissen (Rankings), der organische Traffic, die Verweildauer, die Bounce-Rate und die Konversionsrate.

Vor und nach dem Website Relaunch erhobene Daten bieten die Grundlage für einen direkten Vergleich. Tools wie die Google Search Console und Google Analytics sind dabei unverzichtbar für die Analyse und Bewertung der Ergebnisse.

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