Website Relaunch ohne SEO-Verluste: Der komplette Leitfaden

von Hannes Kaltofen | Okt. 31, 2026 | GEO

Kurz gesagt: Relaunch ohne Anfragenverlust

  • Vor dem SEO Relaunch legt ihr eine Liste der Seiten an, die heute Anfragen, Rankings und Backlinks tragen. Nur mit dieser Liste lassen sich Verluste nach dem Livegang messen.
  • Jede alte URL mit Wert bekommt eine dauerhafte, serverseitige Weiterleitung auf die passende neue Seite, laut Googles Anleitung zum Website-Umzug mindestens ein Jahr lang.
  • Vor dem Go Live prüft ihr die neue Website mit dem Blick der Suchmaschine. Dazu gehören kein noindex, keine Sperre in der robots.txt und Canonical Tags auf den neuen URLs.
  • Nur Seiten im Index kommen laut Googles Hinweisen zu AI Overviews und AI Mode für diese KI-Antworten infrage.
  • Schwankende Rankings nach dem Umzug sind normal. Fallen die Anfragen, vergleicht ihr in der Google Search Console zuerst die Seiten aus eurer Bestandsliste vor und nach dem Relaunch.

Was beim SEO Relaunch verloren geht

Ein Website Relaunch darf keine Anfragen kosten. Ein SEO Relaunch ist ein Website Relaunch mit Plan für die Suchmaschine. Neugestaltung und neue URL-Struktur kommen, Rankings und Traffic bleiben.

Ein Website Relaunch zieht euer Verkaufswissen auf neue Adressen um. Jede Seite, die heute Anfragen bringt, braucht auf der neuen Website einen Platz. Dazu braucht sie einen direkten Weg von ihrer alten URL. Was beim Umzug keine Adresse bekommt, findet Google nicht mehr. Und was nicht mehr auf der Website steht, kann keine Answer Engine zitieren.

Beim SEO Relaunch geht es deshalb um eine einzige Frage: Ziehen die Seiten mit, die euren Auftragseingang tragen? Design, CMS und Navigation dürfen sich ändern. Was an Inhalten und Adressen Wert trägt, muss auf der neuen Website ankommen.

Diese Werte hängen an der alten Website und gehen ohne Plan verloren:

  • rankende URLs, die keine Weiterleitung bekommen
  • Backlinks, die auf alte Adressen zeigen
  • Textpassagen, die beim Kürzen für das neue Design wegfallen
  • interne Links, die ins Leere laufen
  • Title und Meta Description, die ohne Bezug zum alten Stand neu entstehen
  • die Indexierbarkeit, wenn ein noindex aus der Bauphase stehen bleibt

Ein Teil der Schwankung gehört zum Umzug dazu. Laut Google schwanken die Rankings, solange die Seiten neu gecrawlt und indexiert werden. Bei kleinen und mittleren Websites zeigt die Suche die neuen Adressen nach einigen Wochen, bei großen dauert es länger. Danach pendelt sich die Sichtbarkeit ein.

Dauerhaft wird ein Sichtbarkeitsverlust, wenn eine Seite beim Umzug ihr Ziel verliert. Ein angenommener Fall: Ein Hersteller stellt sein Sortiment auf neue Produkt-URLs um. Die alten Seiten liefern nach dem Livegang einen 404-Fehler. Die Anfragen über diese Seiten bleiben aus. Im Vertrieb bringt niemand das mit dem Relaunch in Verbindung.

Wie Struktur und Design schon beim Bau einer Website über Rankings mitentscheiden, beschreibt unser Leitfaden zu Webdesign und SEO. Hier geht es um den Umzug einer Website, die bereits Anfragen bringt.

Busch-Hydraulik: Relaunch als Startpunkt

Ein sauber vorbereiteter Relaunch kann Anfragen bringen. Das zeigt unsere Case Study SEO im B2B mit Busch-Hydraulik. Busch-Hydraulik ist ein Mittelständler aus dem Harz und stellt Hydraulikanlagen und Hydraulikaggregate her.

Am Anfang des Projekts stand ein vollständiger Website-Relaunch. SEO gehörte von Beginn an zur Bauplanung. Die Suchmaschinenoptimierung war damit Teil des Relaunchprozesses, bevor die erste Seite live ging.

Das Ergebnis laut unserer Case Study: Die organischen Besuche wuchsen in den sechs Monaten nach dem Launch um über 2.000 Prozent. Für den Auftragseingang zählt etwas anderes. Seit 2020 kommen Aufträge aus der organischen Suche.

Für euren Relaunch heißt das: Der Go Live kann der Startpunkt für neue Anfragen sein. Voraussetzung ist, dass Bestand, Weiterleitungen und Messung vorher stehen.

Welche Seiten tragen heute Anfragen?

Vor dem Relaunch steht die Bestandsliste. Die Liste hält fest, welche Seiten Anfragen, Rankings und Backlinks tragen. Ohne diese Liste wisst ihr nach dem Livegang nicht, was fehlt. Google rät, die URLs der alten Website vor dem Umzug den URLs der neuen zuzuordnen. Die Bestandsliste ist dafür die Grundlage der gesamten Planung.

bestandsliste für webiste relaunch erstellen

Eine vollständige Liste der alten URLs entsteht aus einem Crawl der alten Website, etwa mit Screaming Frog, und aus der XML-Sitemap. Ergänzt wird sie um alle Seiten, die im Leistungsbericht der Search Console Impressionen haben. Dazu kommen Dateien, die beim Umzug gern untergehen: PDFs mit Datenblättern und alte Kampagnenseiten.

Im zweiten Schritt sortiert ihr die Liste nach ihrem Wert für den Auftragseingang:

  1. Anfragen: Welche Seiten führen zu Formular-Anfragen oder Anrufen? Das zeigt eure Webanalyse.
  2. Rankings: Welche Seiten bekommen Klicks und Impressionen in der Search Console?
  3. Backlinks: Auf welche Seiten verlinken andere Websites, etwa laut Ahrefs?

Anfragen sind das Ziel, Rankings das Mittel. Eine Seite mit wenig Traffic, die regelmäßig Anfragen bringt, hat beim Umzug Vorrang. Ein Blogartikel mit vielen Besuchern ohne eine einzige Anfrage kommt danach.

Haltet für jede Seite die Ausgangswerte vor dem Relaunch fest: Anfragen, Klicks, Impressionen und Rankingpositionen. Gegen diese Werte messt ihr nach dem Livegang jede Veränderung.

Seiten mit Backlinks markiert ihr gesondert. Nach dem Umzug bittet ihr die wichtigsten verlinkenden Websites, ihre Links auf die neuen Adressen umzustellen. Bis dahin trägt die Weiterleitung den Link.

Die Bestandsliste ist ein Ausschnitt aus einem vollständigen Audit. Wie ein solches Audit über den Relaunch hinaus aussieht, zeigt unser Tutorial zum SEO-Audit.

Inhalte auf die neue Website mitnehmen

Texte der Seiten mit Anfragen ziehen vollständig um. Dazu gehören Title, Meta Description und Überschriften. Aus unserer Projektarbeit kennen wir das Gegenteil: Beim Relaunch werden Texte gekürzt, damit sie ins neue Design passen. Damit verschwinden potenziell genau die Passagen, die Google und Answer Engines zitieren könnten.

Für jede Seite aus der Bestandsliste gibt es zwei saubere Wege. Die Seite zieht mit ihrem Inhalt um. Oder sie geht in einer verwandten neuen Seite auf und leitet dorthin weiter. Löschen ohne Ziel ist keiner davon.

Design-Anpassungen gelingen auch ohne Textverlust. Lange Passagen lassen sich in Tabellen (die mögen KI's ohnehin) oder auf Unterseiten gliedern. Mit der Bestandsliste ordnet ihr außerdem jeder neuen Seite ein Thema und ihre Keywords zu. So konkurrieren keine zwei Seiten um dieselbe Suchanfrage. Die Zuordnung zeigt auch Lücken: Themen, für die es noch keine Seite gibt.

Strukturierte Daten nehmt ihr ebenfalls mit. Für KI-Antworten in der Google-Suche sind sie keine Voraussetzung. Für Rich Results bleiben sie relevant. Die Grundlagen zu Title, Überschriften und Inhalten stehen in unserer Einführung in OnPage SEO.

Merke: Was nicht geschrieben steht, kann keine KI zitieren.

Interne Verlinkung wieder aufbauen

Interne Links zeigen direkt auf die neuen URLs. Das gilt für Links im Fließtext, in der Navigation und im Footer. Ein interner Link, der erst über eine Weiterleitung läuft, ist ein vermeidbarer Umweg.

Prüft nach dem Livegang mit einem Crawl, ob noch interne Links auf alte Adressen zeigen. Jeden Treffer stellt ihr im CMS auf die neue URL um. Zuerst kommen die Links von Seiten mit Anfragen auf Produktseiten und Kontaktformular.

KI-Sichtbarkeit beim Relaunch sichern

Für AI Overviews gelten dieselben Grundlagen wie für die Suche. Laut Google braucht eine Seite für AI Overviews und AI Mode keine eigenen Voraussetzungen über die normale Suche hinaus. Die Seite muss aber im Index sein und mit Textauszug angezeigt werden dürfen.

Daraus folgt für den Relaunch: Ein vergessenes noindex oder nosnippet aus der Bauphase nimmt eine Seite auch aus AI Overviews und AI Mode. Eine gelöschte URL ohne Weiterleitung fällt ebenso heraus.

Bei Answer Engines außerhalb von Google gilt aus unserer Projektarbeit dasselbe Prinzip. Zitiert werden kann nur, was auf der Website steht und erreichbar ist. Eine llms.txt-Datei ersetzt keine Inhalte auf der Website. Die Google-Suche nutzt solche Dateien nicht. Wie Inhalte in KI-Antworten sichtbar werden, beschreibt unser Beitrag zur Sichtbarkeit in der LLM-Suche. Wie ihr die Inhalte danach für KI-Antworten ausbaut, zeigt der Leitfaden zur GEO Optimierung.

301 Weiterleitungen für jede alte URL

Jede alte URL mit Wert braucht eine Weiterleitung. Das Ziel ist die inhaltlich passende neue Seite. Google empfiehlt dauerhafte Weiterleitungen, die der Server ausführt. Die Statuscodes 301 und 308 zeigen einen dauerhaften Umzug an. Zugleich ist die Weiterleitung ein starkes Signal, welche Adresse künftig als kanonisch gilt.

Weiterleitungen per JavaScript sind nur die Notlösung. Scheitert das Rendern, sieht die Suchmaschine sie unter Umständen nie.

Für den Plan der 301-Weiterleitungen gelten vier Regeln:

  • Leitet jede alte URL direkt auf ihr Ziel weiter, ohne Ketten.
  • Leitet viele alte URLs nie gesammelt auf die Startseite. Das kann als Soft 404 gewertet werden.
  • Lasst die Weiterleitungen mindestens ein Jahr bestehen, für Besucher am besten dauerhaft.
  • Testet nach dem Livegang jede Adresse aus der Bestandsliste auf Statuscode, Ziel und Schleifen.
url migration mapping erstellen für den relaunch

Ketten kosten Ladezeit. Außerdem folgt nicht jeder Browser einer langen Kette bis zum Ende. Wer beim zweiten Relaunch die Weiterleitungen des ersten vergisst, baut solche Ketten unbemerkt auf.

Welche Weiterleitungstypen es gibt und wie ihr sie auf dem Server einrichtet, erklärt unser Beitrag zu Weiterleitungen und SEO.

URL Mapping: alte URL, neue URL

Das URL Mapping ist das Lastenheft für die Weiterleitungen. Es ordnet vor dem Livegang jeder alten URL ihr Ziel zu. Am einfachsten ist eine Tabelle mit alter und neuer URL in jeder Zeile. Grundlage ist die Bestandsliste mit der vollständigen URL-Struktur der alten Website.

Findet eine alte Seite kein passendes Gegenstück, prüft ihr, welche neue Seite ihr Thema übernimmt. Ändert sich die URL-Struktur nicht, bleibt das Mapping kurz. Nur bei sehr einfachen Umzügen kann die Liste der alten URLs ganz entfallen.

Domainwechsel mit Change of Address

Wechselt die Domain, meldet ihr den Umzug zusätzlich. Dafür gibt es in der Search Console das Change-of-Address-Tool. Es ist nur für den Wechsel auf eine andere Domain oder Subdomain gedacht. Neue Pfade auf derselben Domain oder der Wechsel von HTTP auf HTTPS brauchen es nicht.

Vor der Meldung zeigt die alte Startseite per 301 auf die neue. Außerdem braucht ihr Inhaberrechte für beide Properties. Bei einem Domainwechsel meldet ihr den Umzug für alle verifizierten Varianten der alten Domain, auch für www und non-www.

Die Meldung wirkt 180 Tage. Die Weiterleitungen selbst bleiben trotzdem mindestens ein Jahr bestehen.

Staging prüfen vor dem Go Live

Vor dem Go Live prüft ihr die neue Website so, wie Google sie sieht. Kritisch ist der Moment, in dem die Testumgebung zur Live Website wird. Was im Staging sinnvoll war, schadet ab diesem Tag.

Während der Entwicklung schützt ein Passwort die Testumgebung besser als die robots.txt. Eine per robots.txt gesperrte Seite kann trotzdem im Index landen, wenn andere Websites auf sie verlinken. Hinzu kommt: Sperrt die robots.txt eine Seite, sieht die Suchmaschine ein noindex gar nicht. Beim Livegang entfernt ihr alle Sperren, die nur für die Bauphase gedacht waren.

Schon im Staging prüft ihr Title, Meta Description und Statuscodes der wichtigsten Seiten aus der Bestandsliste. Fehler lassen sich dort beheben, bevor sie Rankings kosten.

Am Tag des Livegangs prüft ihr diese Punkte:

  • kein noindex auf Seiten, die in den Index sollen
  • keine Sperre der Live Website in der robots.txt
  • Canonical Tags mit den neuen, vollständigen URLs
  • hreflang-Angaben mit den neuen, vollständigen URLs bei mehrsprachigen Websites
  • eine XML-Sitemap mit den neuen URLs, eingereicht in der Search Console
  • Tracking-Code und Formulare, damit ihr Anfragen ab dem ersten Tag messt

Die neue Sitemap zeigt anfangs keine indexierten Seiten. Das ist normal. Bei mehrsprachigen Websites nennt jede Sprachfassung sich selbst und alle anderen.

Zur Prüfung gehört auch die mobile Optimierung. Ruft die wichtigsten Seiten der Bestandsliste auf dem Smartphone auf und schickt das Kontaktformular einmal ab. Die Core Web Vitals messt ihr vor und nach dem Go Live mit demselben Werkzeug. Wie Google über die Aufnahme in den Index entscheidet, erklärt unser Beitrag zur Indexierung.

SEO Relaunch Checkliste in drei Phasen

Die SEO Relaunch Checkliste fasst die Prüfpunkte dieses Leitfadens nach Phase zusammen. Damit wird der Relaunch ein Projekt mit festen Prüfschritten. Gebt sie an eure Webagentur und an alle, die den Relaunch freigeben. Die Spalte „Wer“ ist ein Vorschlag. Die Aufteilung legt ihr im Projekt fest.

PhasePrüfpunktWer
Vor dem RelaunchAlle URLs der alten Website erfassen: Crawl, Sitemap, Search ConsoleSEO
Vor dem RelaunchSeiten nach Anfragen, Rankings und Backlinks priorisierenMarketing, SEO
Vor dem RelaunchSeiten mit Backlinks markierenSEO
Vor dem RelaunchFür jede Seite entscheiden: umziehen oder zusammenführen mit WeiterleitungMarketing
Vor dem RelaunchTexte, Title, Meta Description und Überschriften der Seiten mit Anfragen übernehmenMarketing, Webagentur
Vor dem RelaunchStrukturierte Daten übernehmenWebagentur
Vor dem RelaunchURL Mapping alte URL zu neuer URL anlegenSEO, Webagentur
Vor dem RelaunchTestumgebung per Passwort schützenWebagentur
Go Live301-Weiterleitungen serverseitig einrichtenWebagentur
Go LiveWeiterleitungen ohne Ketten, keine Sammelweiterleitung auf die StartseiteWebagentur
Go Livenoindex und robots.txt-Sperren der Bauphase entfernenWebagentur
Go LiveCanonical Tags und hreflang auf neue, vollständige URLsWebagentur
Go LiveInterne Links auf neue URLs umstellenWebagentur
Go LiveNeue XML-Sitemap in der Search Console einreichenSEO
Go LiveTracking-Code und Formulare testenMarketing
Go LiveBei Domainwechsel: Change of Address für alle Varianten der alten Domain meldenSEO
Nach dem LivegangAlle alten URLs auf Statuscode, Ziel und Schleifen testenSEO
Nach dem LivegangBericht „Seitenindexierung“ auf noindex, 404 und Soft 404 prüfenSEO
Nach dem LivegangRegelmäßig auf unerwartete Crawling-Fehler prüfenSEO
Nach dem LivegangLeistungsbericht: Seiten der Bestandsliste vor und nach dem Relaunch vergleichenSEO, Marketing
Nach dem LivegangAnfragen je Seite mit dem Stand vor dem Relaunch vergleichenMarketing
Nach dem LivegangWichtige verlinkende Websites um neue Links bittenSEO
Nach dem LivegangWeiterleitungen mindestens ein Jahr bestehen lassenWebagentur
seo relaunch schritte

Kein Traffic nach dem Relaunch?

Fallen die Anfragen, beginnt die Diagnose bei der Bestandsliste. Ihr vergleicht deren Seiten vor und nach dem Relaunch und prüft zuerst Indexierung und Weiterleitungen. Schwankungen in den ersten Wochen nach dem Umzug sind normal. Die wichtigsten Seiten beobachtet ihr in dieser Zeit trotzdem eng. Ein dauerhafter Rückgang bei einzelnen Seiten der Liste ist ein Befund.

Die Diagnose läuft in dieser Reihenfolge:

  1. Bericht „Seitenindexierung“ und Crawling-Statistik auf eine Häufung neuer Fehler prüfen. Der Bericht nennt Gründe wie noindex, 404, Soft 404 oder Weiterleitungsschleifen.
  2. Die wichtigsten alten URLs der Bestandsliste einzeln aufrufen und das Ziel der Weiterleitung prüfen.
  3. Den Leistungsbericht mit einem vergleichbaren Zeitraum vor dem Relaunch vergleichen.
  4. Den Status der neuen Sitemap in der Search Console prüfen.

Im Idealfall sinkt der Traffic auf den alten URLs, während er auf den neuen steigt. Bleibt eine neue URL leer, obwohl ihre Vorgängerin Anfragen brachte, liegt dort der erste Ansatzpunkt. Was hinter einzelnen Meldungen der Search Console steckt, erklärt unser Beitrag zu GSC-Fehlern und ihrer Lösung.

Rankingverluste in der Search Console finden

Der Zeitraumvergleich im Leistungsbericht zeigt, wo Klicks fehlen. Ihr stellt einen Zeitraum nach dem Relaunch einem vergleichbaren Zeitraum davor gegenüber. Wochenweise oder monatlich zusammengefasst glätten sich Wochentagseffekte.

Danach wechselt ihr zwischen den Tabs für Suchanfragen und Seiten. So seht ihr, welche Seite für welche Suchanfrage Klicks und Rankingpositionen verliert. Ein angenommenes Beispiel: Die alte Seite „Sondermaschinen nach Kundenvorgabe“ verliert ihre Suchanfragen, und die neue Seite bekommt keine. Dann prüft ihr zuerst Weiterleitung und noindex dieser einen Seite.

Klicks aus AI Overviews und AI Mode stecken im normalen Leistungsbericht unter dem Suchtyp Web. Seit Ende August 2026 zeigt ein eigener Bericht, wie oft Links einer Website in diesen KI-Funktionen erscheinen. Er erscheint erst bei genügend Impressionen. Liegen Daten vor, vergleicht ihr auch hier den Stand vor und nach dem Relaunch.

Braucht ihr externe Relaunch-Begleitung?

Die SEO-Migration gehört zu jedem Website Relaunch. Offen ist nur, wer sie übernimmt. Aus unserer Projektarbeit ergibt sich eine einfache Schwelle. Bleiben Domain und URLs gleich, gelingt der Umzug mit dieser Checkliste oft intern.

Google behandelt einen Umzug ohne sichtbare URL-Änderung und einen Umzug mit neuen Adressen als zwei Fälle mit eigenen Anleitungen. Auch ohne neue Adressen sinkt die Crawling-Rate nach dem Umzug zunächst vorübergehend. Mit neuen Adressen kommen URL Mapping, Weiterleitungsplan und Tests dazu.

Begleitung ab der Konzeptphase lohnt sich, wenn einer dieser Punkte zutrifft:

  • Die Adressen vieler Seiten ändern sich.
  • Die Domain wechselt.
  • Das CMS wechselt.
  • Die Website hat mehrere Sprachfassungen.
  • Viele Seiten bringen heute Anfragen.
  • Intern fehlt die Zeit, das Staging mit SEO-Blick zu prüfen.

Den Ausschlag gibt eine Frage: Wer prüft vor dem Livegang Weiterleitungen und Indexierung, und wer hat dafür Zeit eingeplant? Fehlt diese Person, wird die Prüfung am Tag des Livegangs schnell zur Nebensache. Wie wir diese Rolle übernehmen, beschreibt unsere Seite zur Relaunch-Begleitung für B2B-Websites.

Häufige Fragen zum SEO Relaunch

Was ist der häufigste Fehler beim SEO Relaunch?

Aus unserer Projektarbeit: alte URLs ohne passende Weiterleitung. Die alte Adresse liefert danach einen Fehler, und ihre Backlinks laufen ins Leere. Ähnlich wirkt eine Sammelweiterleitung auf die Startseite. Auch das kann als Soft 404 gewertet werden. Ein URL Mapping vor dem Livegang beugt beidem vor.

Wie lange dauert es, bis Rankings stabil sind?

Bei kleinen und mittleren Websites einige Wochen. Laut Google zeigt die Suche dann die neuen Adressen, bei großen Websites dauert es länger. Bis dahin schwanken die Rankings, danach pendeln sie sich ein. Eine feste Wochenzahl lässt sich daraus nicht ableiten. Bleibt eine wichtige Seite dauerhaft unten, prüft ihr Weiterleitung und Indexierung.

Wie lange müssen Weiterleitungen aktiv bleiben?

Mindestens ein Jahr, für Besucher am besten dauerhaft. In dieser Zeit gehen alle Signale auf die neuen URLs über. Die Change-of-Address-Meldung bei einem Domainwechsel wirkt 180 Tage. Die Meldung ersetzt die Weiterleitungen nicht. Löscht sie deshalb nicht nach einem halben Jahr.

Kann ich einen SEO Relaunch selbst machen?

Ja, wenn Domain und URLs gleich bleiben. Dann reichen aus unserer Projektarbeit meist die Checkliste oben und eine Person, die Staging und Search Console prüfen kann. Ändern sich URLs, Domain oder CMS, wachsen URL Mapping und Tests deutlich. Wann sich Begleitung lohnt, steht im Abschnitt zur externen Relaunch-Begleitung.

Wie messe ich den Erfolg nach dem Relaunch?

An den Anfragen je Seite. Maßstab ist die Bestandsliste vor dem Relaunch. Dazu kommt der Zeitraumvergleich im Leistungsbericht der Search Console. Klicks aus AI Overviews und AI Mode sind dort enthalten. Wie oft eure Links in diesen KI-Funktionen erscheinen, zeigt ein eigener Bericht, sobald genug Daten vorliegen.

Beeinflusst ein Relaunch die Sichtbarkeit in AI Overviews?

Ja, sobald Seiten nicht mehr indexiert sind. Dasselbe gilt, wenn sie nicht mehr mit Textauszug angezeigt werden dürfen. Nur Seiten im Index, die mit Textauszug erscheinen dürfen, kommen für AI Overviews und AI Mode infrage. Zusätzliche Anforderungen gibt es dafür nicht. Ein vergessenes noindex oder eine gelöschte URL nimmt die Seite deshalb auch aus diesen Antworten.

Fazit: Bestand sichern, Anfragen messen

Die Bestandsliste entscheidet über euren Relaunch. Wer vor dem SEO Relaunch weiß, welche Seiten Anfragen bringen, kann sie mit Inhalt, Weiterleitung und Messung umziehen. Dann wird der Livegang zum Startpunkt für neue Anfragen. Wie wir einen Website Relaunch mit SEO-Migration begleiten, zeigt unsere Leistungsseite.

Schick uns den Termin eures Relaunches. Wir schauen auf eure Search-Console-Daten und sagen Dir, welche Seiten beim Umzug nicht verloren gehen dürfen. Schreib uns über das Kontaktformular.

Hannes Kaltofen

Hannes Kaltofen

Founder & Managing Director

Aktiv auf den SERPs (Suchergebnisseiten) seit 2018.

Während meines Studiums der Betriebswirtschaftslehre (BWL) bin ich tief in die Bereiche Affiliate-Marketing, Blogging und später das Agenturgeschäft eingetaucht. Seitdem unterstütze ich B2B-Unternehmen dabei, ihre Online-Sichtbarkeit und ihre Präsenz in KI-Systemen zu erhöhen.

Mithilfe von WordPress habe ich unzählige Websites erstellt, optimiert und erfolgreich in den Suchmaschinen positioniert.

Steffen Raebricht

Steffen Raebricht: Sales

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