Zusammenfassung
- OnPage SEO umfasst alle Maßnahmen auf deiner eigenen Website. Laut Google braucht es keine zusätzlichen Anforderungen, um damit auch in AI Overviews und im AI Mode zu erscheinen.
- Der häufigste OnPage-Grund für schlechte Rankings ist ein verfehlter Suchintent. Prüfe zuerst das Format der Top 10, dann die Keyword-Platzierung.
- Google nennt keinen Zielwert für die Keyworddichte und keine Zeichengrenze für Seitentitel oder Meta Description. Keyword Stuffing ist ein Spam-Verstoß.
- Core Web Vitals sind Schwellen: LCP unter 2,5 Sekunden, INP unter 200 Millisekunden, CLS unter 0,1. Wer sie erreicht, hat den Teil erledigt.
- Strukturierte Daten sind kein Rankingfaktor und für KI-Features nicht nötig. Sie qualifizieren für Rich Results und müssen zum sichtbaren Text passen.
- Search Console: Jede Property ist für generative KI-Features standardmäßig einbezogen. Prüfe nur, dass niemand die Ausschluss-Option gesetzt hat.
- Reihenfolge bei knapper Kapazität: Indexierbarkeit prüfen, Intent und Seitentitel der zehn wichtigsten Seiten, interne Verlinkung, dann Inhaltstiefe mit eigener Erfahrung.
OnPage SEO, oft auch OnPage-Optimierung genannt, ist der Teil der Suchmaschinenoptimierung, den du als Websitebetreiber vollständig selbst in der Hand hast, und er folgt Regeln, die Suchmaschinen wie Google zu großen Teilen selbst veröffentlichen.
Du bekommst hier eine Reihenfolge statt einer weiteren Checkliste: sortiert nach Wirkung und Aufwand für ein Team ohne SEO-Vollzeitstelle, mit klarer Trennung zwischen dem, was Google dokumentiert, und dem, was Erfahrungswert ist. Und mit den Maßnahmen, die du dir sparen kannst. Falls du Unterstützung benötigst, hier findest du deine Agentur für Onpage Optimierung.
Was OnPage SEO umfasst, und was nicht
Die Definition: OnPage SEO, auch OnPage-Optimierung genannt, umfasst alle SEO-Maßnahmen, die du direkt auf deiner eigenen Website umsetzt, damit Suchmaschinen und Answer Engines deine Seiten finden, verstehen und als beste Antwort auf eine Suchanfrage bewerten.
Bestandteile sind die Inhalte, die Überschriften, Seitentitel und Meta Description, die interne Verlinkung, Bilder, das Ladeverhalten, die mobile Darstellung und die Auszeichnung mit strukturierten Daten. Diese OnPage-Faktoren sind der Rahmen der OnPage-Optimierung, um den es in diesem Leitfaden geht. Der gemeinsame Nenner: Du brauchst niemanden außerhalb deines Unternehmens, um sie zu ändern.
Der Unterschied zu OffPage in einem Satz
OffPage SEO ist alles, was außerhalb deiner Website über deine Rankings entscheidet, vor allem Links und Erwähnungen von anderen Domains, und darauf hast du nur indirekt Einfluss. OnPage-Optimierung kostet vor allem eigene Arbeitszeit, OffPage kostet Beziehungen, Budget oder Geduld. Beides zusammen ergibt ein Ranking. Was passiert, wenn du nur eines hast, steht in Abschnitt 13.
OnPage und OnSite: warum die Unterscheidung in der Praxis egal ist
Manche Quellen trennen OnPage, also die einzelne Webseite, von OnSite SEO, also der gesamten Domain mit URL-Struktur, Navigation und Technik. Für deine Arbeit ändert das nichts, weil du beides mit denselben Leuten und Werkzeugen anfasst. Hier heißt beides OnPage. Wo die Technik tiefer geht, als ein Marketingteam gehen sollte, übernimmt der Leitfaden zu technischer SEO.
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OnPage arbeitet heute für zwei Abnehmer
Deine Seite wird von zwei Systemen gelesen: vom klassischen Google-Index, der eine Liste aus zehn Links baut, und von Answer Engines wie AI Overviews, AI Mode, ChatGPT oder Perplexity, die aus mehreren Quellen eine Antwort formulieren. Die wichtigste Nachricht dazu steht bei Google selbst: Es gibt keine zusätzlichen Anforderungen und keine besonderen Optimierungen, um in AI Overviews oder im AI Mode zu erscheinen.
Die Seite muss indexiert sein und mit einem Snippet erscheinen dürfen (Quelle: Google Search Central: AI features and your website). Dieselbe OnPage-Optimierung zahlt also zweimal aus.
Was Answer Engines anders bewerten
Google beschreibt das Verfahren hinter seinen KI-Antworten als Retrieval-Augmented Generation: Die Systeme stützen sich auf die Kern-Ranking-Systeme der Suche, holen relevante Seiten aus dem Index und erzeugen daraus die Antwort mit Links zu den Quellen (Quelle: Google Search Central: Optimizing your website for generative AI features).
Dabei setzt das Modell mehrere verwandte Suchanfragen gleichzeitig ab (Query Fan-out) und zeigt nach eigener Aussage eine breitere Auswahl an Links als die klassische Websuche (Quelle: Google Search Central: AI features and your website).
Das sehen wir in der Praxis: Für die Suchanfrage „onpage seo" zitierte das AI Overview im August 2026 fünf Domains, zwei davon ohne organisches Top-10-Ranking. Zitiert werden und ranken sind zwei getrennte Wettbewerbe, und für eine spezialisierte B2B-Website ist der erste oft der realistischere.
Unterschiedlich ist die Gewichtung: Der Index belohnt zusätzlich Autorität, die Answer Engines greifen eher nach dem Absatz, der eine Teilfrage am präzisesten beantwortet.

Warum das kein zweites Projekt ist
Google formuliert es unmissverständlich: Aus Sicht der Google-Suche ist die Optimierung für generative KI weiterhin SEO. Auf deiner eigenen Website gibt es also keinen GEO-Sonderweg. Keine KI-Textdateien, kein Spezial-Schema, kein Umschreiben von Inhalten für Maschinen. SEO ist die Basisarbeit, und dieselbe OnPage-Optimierung zahlt in beide Kanäle ein.
Was GEO über diese Basis hinaus ausmacht, liegt an drei Stellen:
- Eine Kontrolle in der Search Console. Seit Juni 2026 gibt es unter „Einstellungen“ die Option, eine Website aus den generativen KI-Features auszuschließen. Einbezogen ist jede Property standardmäßig (Quelle: Search Console Hilfe: Search generative AI control). Prüfen musst du nur, dass niemand den Ausschluss gesetzt hat. Google nennt den Einbezug ausdrücklich als Voraussetzung.
- Erwähnungen außerhalb deiner Seite. Googles KI-Features zeigen, was in Blogs, Videos und Foren über Produkte gesagt wird. Verdiente Erwähnungen zählen, gesäte stuft Google als wenig hilfreich ein.
- Die Messung. Ob deine Marke in Answer Engines vorkommt, zeigt kein klassisches Rank-Tracking. Prompt Tracking beobachtet die Ausgaben der Systeme, ohne einen Zugang zu Google-Interna zu behaupten, den laut Google kein Drittanbieter-Tool hat.
Wie sich das strategisch einordnet, steht im Leitfaden zu GEO und KI-Suche.
Wie die Arbeitsteilung aussieht, zeigt unser Projekt mit Spreadshop. Auf der Website liefen Content-Ausbau und technische Verbesserungen an Seitenarchitektur, Indexierbarkeit und Performance.
Nach rund fünf Monaten lagen die nicht markenbezogenen Klicks aus der Google-Suche um 133 Prozent und die nicht markenbezogenen Impressionen um 238 Prozent über dem Vergleichszeitraum, der klarste Indikator für neue Nutzer, die die Marke vorher nicht kannten (Quelle: TRYSEO Fallstudie Spreadshop, 08.07.2026).
Parallel lief Arbeit außerhalb der Seite: Digital PR und Platzierungen in Medien. Dass Spreadshop heute in KI-Antworten zitiert wird, ist das Ergebnis dieser Kombination, der OnPage-Optimierung allein lässt es sich nicht zuschreiben.
Die drei Ebenen: Inhalt, HTML-Elemente, Technik und Struktur
Statt einer Checkliste mit vierzig gleichrangigen OnPage-Faktoren arbeiten wir bei der OnPage-Optimierung mit drei Ebenen, und ihre Reihenfolge ist zugleich die Arbeitsreihenfolge.
- Inhalt. Beantworten die Inhalte der Seite die Frage, die hinter der Suchanfrage steht, vollständig und mit eigener Erfahrung? Ohne diese Ebene ist alles andere Kosmetik.
- HTML-Elemente. Seitentitel, Meta Description, Überschriften, Alternativtexte, Linkattribute. Über diese Elemente lesen Suchmaschinen, worum es geht, und die Ebene ist pro Seite in einer Stunde erledigt.
- Technik und Struktur. Kann die Seite gefunden und verstanden werden? Dazu gehören Indexierbarkeit, Ladeverhalten, mobile Darstellung, interne Verlinkung und korrektes Markup. Markup ist dabei eine Hilfe. Voraussetzung ist es laut Google weder für die Suche noch für KI-Features (Quelle: Google Search Central: General Structured Data Guidelines).

Die Ebenen bauen aufeinander auf. Eine schnelle Seite mit sauberem Schema und einem Text, der die Frage nicht beantwortet, rankt in unserer Erfahrung nicht und wird nicht zitiert. Umgekehrt trägt ein starker Text eine mittelmäßige Technik eine Weile.
Inhalt: erst der Suchintent, dann das Keyword
Die häufigste OnPage-Ursache dafür, dass eine Seite nicht rankt, ist in unserer Projekterfahrung ein verfehlter Suchintent. Eine Webseite, die ein Produkt beschreibt, während Suchmaschinen zu dieser Anfrage Ratgeber zeigen, verliert, egal wie gut sie optimiert ist.
Wie du den Intent an der SERP abliest
Gib das Keyword ein und schau, was Google auf Position 1 bis 10 zeigt. Suchst du zum Beispiel „Schaltschrank Kühlung berechnen" und findest neun Ratgeber mit Formeln, dann will Google an dieser Stelle erklären, und deine Produktseite mit drei Absätzen Herstellerprosa wird sich dort schwertun. Findest du Produktlisten und Konfiguratoren, ist eine Produktseite richtig. Drei Fragen genügen:
- Welches Format dominiert: Ratgeber, Produktseite, Vergleich, Tool?
- Wie tief gehen die Seiten, und was setzen sie an Vorwissen voraus?
- Welche Teilfragen beantworten sie, und welche lassen sie offen?
Die offenen Teilfragen sind dein Platz. Google nennt in seinem Leitfaden für generative KI einen Hebel, der langfristig stärker wirken soll als jeder andere Vorschlag darin: Inhalte, die Leser als einzigartig, überzeugend und nützlich empfinden. Für einen erklärungsbedürftigen B2B-Anbieter sind das Inhalte aus eigener Erfahrung. Der Anwendungsfall, der schiefging. Die Messreihe aus dem eigenen Labor.
Solche Inhalte stehen bei keinem Wettbewerber, und ein Sprachmodell kann sie nicht erzeugen, weil es nicht dabei war.
Wo das Fokus-Keyword hingehört
Wenn der Intent stimmt, ist die Keyword-Platzierung schnell erledigt. Als Erfahrungswert setzen wir das Fokus-Keyword, also das Haupt-Keyword der Seite, an fünf Stellen:
- im Seitentitel
- in der H1
- in den ersten 100 Wörtern
- in einer H2
- in der URL
Danach schreibst du deinen Content so, wie du einem Kunden am Telefon antworten würdest.

Suchmaschinen verstehen Synonyme, ein Umschreiben für Maschinen ist laut Google nicht nötig. Wenn zwei Keywords um dieselbe Seite konkurrieren, hilft der Beitrag zwei Keywords mit einer Seite abdecken.
Wie oft ein Keyword vorkommen soll
Google nennt keinen Zielwert für die Keyworddichte. Was Google nennt, ist die Grenze: Keyword Stuffing, also das Füllen einer Seite mit Suchbegriffen zur Manipulation des Rankings, steht in den Spam-Richtlinien und ist an Listen, unnatürlichen Häufungen und Wiederholungen erkennbar, die beim Lesen auffallen (Quelle: Google Search Central: Spam Policies).
Das Keyword gehört weiterhin an die fünf genannten Stellen. Aber jedes der SEO Tools, das dir eine Prozentzahl vorgibt, hat eine Regel erfunden, die Google nicht kennt. Warum der Wert trotzdem kursiert, steht im Beitrag zur optimalen Keyworddichte.
Title, Meta Description und Überschriften
Das Snippet in den Suchergebnissen ist die Anzeige, für die du nicht bezahlst, und die Überschriftenstruktur ist das Inhaltsverzeichnis, das Suchmaschinen lesen. Beide Content-Elemente wirken auf die Klickrate bestehender Rankings und sind pro Seite in unter einer Stunde erledigt.
Der Seitentitel
Der Seitentitel sagt in einer Zeile, was auf der Seite steht und für wen. Google empfiehlt beschreibende, knappe Titel und warnt vor vagen Bezeichnungen wie „Home", vor unnötig langem Text und vor Keyword-Wiederholung (Quelle: Google Search Central: Influencing Title Links).
Der Titel, den du einträgst, ist ein Vorschlag: Google kürzt den angezeigten Title-Link bei Bedarf, typischerweise passend zur Gerätebreite. Deshalb gehört die Kernaussage nach vorn.
Vorher: Home | Beispiel Antriebstechnik GmbH
Nachher: Servomotoren für Verpackungsmaschinen: Auswahl, Auslegung, Lieferzeit | Beispiel Antriebstechnik

Die Meta Description
Die Meta Description ist ein Angebot an Google. Snippets entstehen laut Google primär aus dem Seiteninhalt. Die Meta Description wird genutzt, wenn sie die Seite treffender beschreibt, und Google kann für dieselbe Seite je Suchanfrage unterschiedliche Snippets zeigen (Quelle: Google Search Central: How to Write Meta Descriptions). Eine Zeichenzahl gibt Google nicht vor.
Daraus folgt eine Reihenfolge: Wer bessere Snippets will, verbessert zuerst die Seiteninhalte, vor allem den ersten Absatz, und schreibt danach eine Description, die Nutzen und Zielgruppe in ein bis zwei Sätzen nennt.
Vorher: Wir sind Ihr Partner für Antriebstechnik. Erfahren Sie mehr über unsere Produkte und Leistungen. Nachher: Servomotoren für Verpackungsmaschinen mit Auslegungshilfe und Lieferzeiten ab Lager. Für Konstrukteure und Einkäufer im Sondermaschinenbau.
Was du am Snippet sonst noch steuern kannst und was Google entscheidet, steht im Beitrag zur Snippet-Optimierung.
Eine H1, saubere H2 und H3
Jede Seite hat genau eine H1, die das Thema nennt, darunter H2 für Abschnitte und H3 für Unterpunkte. Viele Themes setzen die H1 auf das Logo oder vergeben Ebenen nach Schriftgröße. Prüfen kannst du das ohne Tool: Rechtsklick auf die Überschrift, „Untersuchen", und im Quelltext steht das Tag. Für Answer Engines sind Überschriften die Stellen, an denen ein Abschnitt als eigenständige Antwort erkennbar wird.
Google empfiehlt klare Überschriften mit der Begründung, dass Leser sie schätzen. Die Maschine profitiert, weil der Mensch profitiert.
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Interne Verlinkung: der unterschätzte Hebel
Interne Links entscheiden, welche deiner Unterseiten Google überhaupt findet und wie es ihre Relevanz einschätzt. Google nutzt Links als Relevanzsignal und um neue Seiten zum Crawlen zu entdecken und nennt interne Verlinkung ausdrücklich als Best Practice, damit Inhalte für KI-Features auffindbar sind (Quelle: Google Search Central: SEO Link Best Practices).
Interne Links sind der einzige Rankingfaktor, den du als Websitebetreiber vollständig selbst steuerst, und sie kosten kein Budget.
Ankertexte, die etwas sagen
Der Ankertext soll beschreibend, knapp und relevant sein. „Hier klicken" oder „mehr erfahren" sagen Google nichts über das Ziel. Crawlbar ist ein Link nur als a-Element mit href-Attribut. Buttons, die per JavaScript navigieren, liest Google in der Regel nicht aus. Bei verlinkten Bildern übernimmt der Alternativtext die Rolle des Ankertexts.
Verwaiste Seiten finden
Eine Unterseite ohne eingehenden internen Link kann Google nur über die Sitemap oder über externe Links entdecken, und selbst dann fehlt ihr jedes Relevanzsignal aus deiner eigenen Website. Typische Kandidaten sind Kampagnen-Landingpages, alte Whitepaper-Seiten und Produktvarianten, die beim letzten Relaunch aus der Navigation gefallen sind. Ein Crawl deiner Domain zeigt sie in einer Stunde.
Faustregeln wie „maximal drei Klicks von der Startseite" dokumentiert Google nicht. Wir nutzen sie als grobe Orientierung.
Externe Links: warum Verweise dir nicht schaden
Externe Links auf eine Primärquelle, eine Norm oder einen Hersteller schicken keinen Nutzer weg. Sie machen deine Aussagen überprüfbar, und Überprüfbarkeit gehört zu dem, was Google unter vertrauenswürdigen Inhalten versteht (Quelle: Google Search Central: Creating helpful, reliable, people-first content). Scheue dich nicht zu verlinken, wenn es dem Leser hilft.
Was es mit rel-Attributen wie nofollow und sponsored auf sich hat, erklärt der Beitrag zu Linkattributen und ihrer Bedeutung für SEO.
Cluster-Struktur: Hub und Unterseiten
Für erklärungsbedürftige Themen hat sich eine Struktur bewährt: eine Übersichtsseite, die das Thema vollständig behandelt, und Unterseiten, die je einen Teilaspekt vertiefen. Die Übersicht verlinkt jede Unterseite mit beschreibendem Ankertext, jede Unterseite verlinkt zurück. So bündelt sich das Relevanzsignal, und Google erkennt, welche Seite für den Oberbegriff steht.
Diese Seite ist genau so gebaut: Sie behandelt OnPage SEO vollständig und verweist auf die Vertiefungen zu Keyworddichte, Snippets, Bildoptimierung und Relaunch. Wie Google Links historisch bewertet hat und was davon heute gilt, steht im Beitrag zum Google PageRank.
Bilder und Medien
Alternativtexte und richtig dimensionierte Bilder sind der billigste unerledigte Posten auf fast jeder B2B-Website, die wir prüfen. Der Alternativtext beschreibt in einem Satz, was auf dem Bild zu sehen ist, ohne Keyword-Aufzählung. Er ist Pflicht für Barrierefreiheit und wird bei verlinkten Bildern zum Ankertext. Lade Bilder nur in der Größe hoch, in der du sie darstellst.
Ein 4.000 Pixel breites Produktfoto in einer 800-Pixel-Spalte kostet Ladezeit und bringt nichts. Google empfiehlt, Text mit hochwertigen Bildern und Videos zu stützen. Videos gehören eingebettet, wenn sie zeigen, was Text nicht kann: einen Prozess, eine Montage, eine Messung. Formate, Komprimierung und Dateinamen behandelt der Beitrag zur Bildoptimierung für SEO.
Technik, soweit sie OnPage ist
Vier technische Aspekte musst du als Marketingverantwortlicher kennen und beauftragen können: Ladeverhalten, mobile Darstellung, Verschlüsselung sowie Crawl- und Indexierbarkeit. Alles Weitere gehört der Technik und steht in den essentiellen Tipps für technisches SEO.
Core Web Vitals ohne Perfektionismus
Google bewertet drei Kennzahlen zur User Experience und nennt dafür Schwellenwerte (Quelle: Google Search Central: Understanding Core Web Vitals):
| Kennzahl | Was sie misst | Gut ab |
|---|---|---|
| Largest Contentful Paint (LCP) | Ladezeit des größten sichtbaren Elements | unter 2,5 Sekunden |
| Interaction to Next Paint (INP) | Reaktionszeit auf Nutzerinteraktionen | unter 200 Millisekunden |
| Cumulative Layout Shift (CLS) | Verschiebungen im Layout während des Ladens | unter 0,1 |
Gemessen wird am 75. Perzentil, also müssen 75 Prozent der Seitenaufrufe den Gut-Wert erreichen. INP hat 2024 die frühere Kennzahl FID ersetzt. Google formuliert die Werte als Empfehlung und verspricht keine Wirkung auf die Rankings. Wer die Schwellen erreicht, hat diesen Teil erledigt. Eine weitere Verbesserung darunter bringt in unserer Erfahrung keinen messbaren Effekt, die Stunden gehören dann in die Inhalte.
Mobile zuerst, weil Google es so sieht
Seit dem 5. Juli 2024 crawlt und indexiert Google alle Websites ausschließlich mit dem Googlebot Smartphone (Quelle: Google Search Central Blog: Mobile-first indexing, 03.06.2024). Die mobile Fassung deiner Webseite ist damit die Fassung, die Google bewertet.
Was mobil ausgeblendet oder gekürzt ist, etwa eine Tabelle mit technischen Daten, existiert für Google in dieser Form nicht. Prüfe deine zehn wichtigsten Seiten einmal am Smartphone: Steht hier alles, was auf dem Desktop steht?
Zur Verschlüsselung: HTTPS nutzt Google seit 2014 als Rankingsignal und hat es in derselben Ankündigung als sehr leichtes Signal beschrieben, das weniger Gewicht trägt als hochwertiger Inhalt (Quelle: Google Search Central Blog: HTTPS as a ranking signal, 2014). 2026 ist HTTPS ohnehin Standard, weil Browser unverschlüsselte Seiten als nicht sicher markieren.
Behandle es als Voraussetzung.
Wenn Google deine Seite nicht sehen darf
Eine robots.txt, die den Crawler aussperrt, oder ein noindex-Tag aus der Entwicklungsphase macht jede andere SEO-Maßnahme wirkungslos. Google nennt erlaubtes Crawling in robots.txt und bei CDN oder Hosting als Voraussetzung, auch für KI-Features. Die Search Console zeigt dir unter „Indexierung", welche Seiten betroffen sind.
Was die häufigsten Meldungen bedeuten, steht im Beitrag zu Fehlern in der Google Search Console.
Strukturierte Daten: was sie leisten und was nicht
Schema-Markup erklärt Maschinen in einem festen Vokabular, was auf der Seite steht: ein Produkt, eine Anleitung, ein Fragenblock, ein Unternehmen. Google sagt dazu zwei Dinge, die zusammengehören:
- Strukturierte Daten sind für sich kein Rankingfaktor.
- Sie machen eine Seite für Rich Results berechtigt, also für erweiterte Darstellungen in den Suchergebnissen, ohne sie zu garantieren.
Eine manuelle Maßnahme wegen fehlerhafter strukturierter Daten kostet diese Berechtigung und lässt das Ranking in der Websuche unberührt.
Für die KI-Suche gilt dasselbe. Kein spezielles Schema ist nötig, um in AI Overviews zu erscheinen, und Google warnt sogar vor einer Überfokussierung auf strukturierte Daten. Die eine Regel, die zählt: Das Markup muss zum sichtbaren Text passen.
Setze es dort, wo es eine Darstellung verbessert: Organization für das Unternehmen, Product für Produktseiten mit Preis oder Verfügbarkeit, FAQPage für echte Fragenblöcke, Article mit Autor für Fachbeiträge. Wie du das technisch umsetzt und im Quellcode prüfst, steht im Beitrag zu strukturierten Daten.
Ein Ausblick in dieselbe Richtung: Google beschreibt, dass Browser-Agenten Websites aufrufen und dabei DOM-Struktur und Accessibility Tree auswerten. Eine barrierefreie Website mit sauberer Semantik ist damit auch für diese Maschinen besser lesbar, mehr dazu auf unserer Seite zu barrierefreien Websites.
E-E-A-T: warum Autor und Quellen auf die Seite gehören
Wer den Text geschrieben hat und woher die Aussagen stammen, ist ein Bestandteil der OnPage-Optimierung. E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness und ist Teil der Search Quality Rater Guidelines, mit denen Google prüft, ob die eigenen Systeme das Richtige belohnen. Die Bewerter beeinflussen Rankings nicht direkt, ihre Daten fließen nicht in die Algorithmen ein. E-E-A-T ist also kein Faktor, den du hochdrehst.
Es ist der Maßstab, an dem Google seine Systeme kalibriert, und deshalb der richtige Maßstab für deine eigene Prüfung. Google empfiehlt dafür drei Fragen: Wer hat den Inhalt erstellt, wie ist er entstanden, und warum existiert er. Zum „Wie" gehört laut Google auch die Offenlegung, ob KI beteiligt war.
Für eine B2B-Fachseite heißt das: eine Autorenbox mit Name, Rolle und Erfahrung, eine Quellenangabe mit Link bei jeder Zahl und ein sichtbares Datum. Genau das unterscheidet deine Inhalte von KI-Massencontent, der zu jedem Thema plausibel klingt und niemanden nennt, der dafür einsteht. Dieser Leitfaden hält sich selbst daran.
Priorisierung: was zuerst, wenn die Kapazität knapp ist
Wenn dein Team keine SEO-Vollzeitstelle hat, ist die Reihenfolge der Maßnahmen wichtiger als die Vollständigkeit. Die folgenden vier Schritte sind unsere Praxisreihenfolge aus Projekten mit Marketingteams von zwei bis fünf Personen, sortiert nach Wirkung pro Aufwand. Sie ist Erfahrungswert.

Schritt 1: Indexierbarkeit prüfen
Aufwand: ein halber Tag. Prüfe in der Search Console, ob deine wichtigsten Seiten indexiert sind und ob robots.txt oder noindex etwas blockieren. Prüfe außerdem unter „Einstellungen“, ob die Website aus den generativen KI-Features ausgeschlossen wurde. Der Einbezug ist Standard, und Google nennt ihn als Voraussetzung, um in KI-Features zu erscheinen. Ohne Schritt 1 ist alles Weitere wirkungslos.
Schritt 2: Intent und Seitentitel der wichtigsten zehn Seiten
Aufwand: zwei Tage. Nimm die zehn Seiten mit den meisten Impressionen und prüfe je Seite: Passt der Inhalt zum Format der SERP (Abschnitt 5)? Trägt der Seitentitel die Kernaussage vorn (Abschnitt 6)? Hier liegt der schnellste sichtbare Effekt, weil du die Klickrate auf Rankings veränderst, die du bereits hast.
Schritt 3: interne Verlinkung
Aufwand: zwei Tage. Verwaiste Unterseiten anbinden, Ankertexte präzisieren und aus den zwei oder drei wichtigsten Themen jeweils Hub und Unterseiten bauen (Abschnitt 7). Das Ziel: Jede wichtige Seite ist von der Startseite und aus dem Fließtext verwandter Inhalte erreichbar.
Schritt 4: Tiefe und Belege
Aufwand: laufend. Die Seiten auf Position 5 bis 20 um das ergänzen, was den Wettbewerbern fehlt: eigene Erfahrung, Zahlen mit Quelle, Antworten auf die offenen Teilfragen. Das ist laut Google der stärkste Hebel für die KI-Suche und gleichzeitig der teuerste. Deshalb steht er zuletzt: Erst wenn die Grundlagen stehen, zahlt sich hier jede Stunde aus.
Dass diese Reihenfolge auch mit kleinem Team funktioniert, zeigt unser Projekt mit TEPROSA, einem hochspezialisierten Fertigungsbetrieb. Ausgangslage: eine erneuerte Website in einer Nische, in der SEO als wenig lohnend gilt. Maßnahme: Betreuung im Consulting-Modell mit Content-Aufbau, die Umsetzung übernahm das Team in-house.
Ergebnis nach rund einem Jahr Betreuung, veröffentlicht im Februar 2024: 261 Prozent mehr organischer Traffic im Vergleich der letzten sechs Monate mit den sechs Monaten vor Betreuungsbeginn, und rund doppelt so viele Neukundenanfragen pro Monat (Quelle: TRYSEO Fallstudie TEPROSA, 22.02.2024).
Datenbasis ist ein Auszug aus der Search Console des Kunden, also eine belegte Eigenaussage. Über den Erfolg entscheidet die Nachfrage im Markt, und die gab es.
Was sich nicht lohnt
Vier Maßnahmen kosten Zeit und bringen wenig, und in einer Situation löst OnPage-Optimierung dein Problem nicht.
Keyworddichte als Zielwert
Google nennt keinen Wert, und Keyword Stuffing ist ein Spam-Verstoß. Jede Stunde Prozentrechnung fehlt beim Inhalt.
PageSpeed-Perfektionismus
Die Core Web Vitals sind Schwellen. Der grüne 100er-Wert im Tool ist ein Ziel, das Google nirgends formuliert. Wer darüber hinaus optimiert, bezahlt Entwicklerstunden für Zehntelsekunden, die kein Nutzer bemerkt.
Hundert Blogartikel ohne Struktur
Menge ohne Hub und Verlinkung erzeugt Seiten, die einander Konkurrenz machen und kein Relevanzsignal bündeln. Google warnt zudem davor, für jede Variante einer Frage eine eigene Seite zu erzeugen, das kann gegen die Richtlinie zu skaliertem Content-Missbrauch verstoßen. Zehn Seiten, die je eine Frage vollständig beantworten, schlagen hundert, die alle ein bisschen sagen.
Der GEO-Sonderweg auf der eigenen Seite
llms.txt und andere Spezialdateien, Spezial-Schema, Chunking, das Umschreiben von Texten für KI-Systeme: Google nennt all das ausdrücklich als für die Suche unnötig. Wer dir das als Leistung verkauft, verkauft Arbeit, die Google nach eigener Aussage weder nutzt noch belohnt. Was GEO tatsächlich ausmacht, steht in Abschnitt 3.
Wenn OnPage nicht hilft: fehlende Autorität
Google veröffentlicht keine Gewichtung einzelner Signale, deshalb gibt es dafür keine Studie, die wir zitieren könnten. Was Google veröffentlicht: Ein einzelnes technisches Signal wie HTTPS wiegt weniger als hochwertiger Inhalt, und für die KI-Suche wirkt einzigartiger Inhalt stärker als jede technische Maßnahme.
Unsere Erfahrung ergänzt eine Grenze: Bei umkämpften Begriffen, auf denen Domains mit vielen hundert verweisenden Websites stehen, bringt dich OnPage-Optimierung bis an einen Punkt, ab dem entscheidet, was außerhalb deiner Seite über dich gesagt wird. Dann heißt das nächste Thema Autorität, und deine SEO-Strategie braucht einen OffPage-Teil. Das ehrlich zu sagen ist besser, als dir eine weitere Optimierungsrunde zu verkaufen.
Woran du erkennst, dass es wirkt
Drei Kennzahlen aus der Search Console reichen, um Sichtbarkeit und Traffic zu beurteilen, plus ein Rhythmus, in dem du sie ansiehst. Der Leistungsbericht weist Impressionen, Klicks, Klickrate und durchschnittliche Position aus, standardmäßig für die letzten drei Monate (Quelle: Search Console Hilfe: Impressionen, Position und Klicks).
Impressionen vor Klicks
Impressionen steigen zuerst, Klicks folgen, sobald die Position gut genug für den Blick des Nutzers ist.

Eine Verbesserung der Rankings zeigt sich also zuerst in Impressionen. Wer nur auf Klicks schaut, bricht zu früh ab. Für die KI-Sichtbarkeit gilt: Seiten, die in KI-Features erscheinen, sind im Leistungsbericht unter dem Suchtyp „Web" bereits enthalten.
Zusätzlich hat Google im Juni 2026 eigene Ansichten für Impressionen in generativen KI-Features angekündigt. Klicks von Suchergebnisseiten mit AI Overviews sind laut Google von höherer Qualität, Nutzer bleiben eher länger, Zahlen nennt Google dazu nicht.
Durchschnittsposition je Seite
Filtere auf die einzelne Seite. Eine Unterseite, die von Position 30 auf 12 steigt, ist ein Fortschritt, der noch keinen Klick bringt und in der Domainansicht untergeht. Die Position ist ein Durchschnitt über viele Suchanfragen, neue Impressionen für zusätzliche Begriffe können den Wert vorübergehend verschlechtern.
Wie du es intern vorlegst
Eine Seite pro Monat: Impressionen und Klicks der zehn wichtigsten Seiten im Vergleich zum Vormonat und zum Vorjahresmonat, Position der fünf wichtigsten Suchbegriffe, und die Zahl der Anfragen über das Kontaktformular. Keine Prognose, keine Garantie, aber eine Reihe, die über mehrere Monate eine Richtung zeigt. In dieser Form versteht eine Geschäftsführung den Erfolg von SEO.
Wie du die Search Console dafür einrichtest und wie du Rankings sauber prüfst, ohne dich von personalisierten Ergebnissen täuschen zu lassen, steht in zwei eigenen Beiträgen.
OnPage beim Relaunch
Ein Relaunch ist der Moment, in dem OnPage-Optimierung am billigsten ist und ein Fehler am teuersten. Billig, weil URL-Struktur, Seitentitel, Überschriften und interne Verlinkung ohnehin neu gebaut werden und die Regeln aus diesem Leitfaden ins Lastenheft gehören. Teuer, weil geänderte URLs ohne Weiterleitung, vergessene noindex-Tags aus dem Staging und gelöschte Seiten mit Rankings die Sichtbarkeit von Jahren in einer Woche kosten können.
Drei Dinge gehören vor jeden Go-live: eine Weiterleitungsliste von alten auf neue URLs, ein Crawl der Staging-Seite auf noindex und Robots-Sperren, und ein Abgleich der bisher rankenden Seiten mit der neuen Struktur. Die vollständige Checkliste steht im Beitrag zu den sechs Fehlern beim Website-Relaunch.
Häufige Fragen zu OnPage SEO
Kann ich OnPage SEO selbst machen?
Ja. Seitentitel, Überschriften, Alternativtexte, interne Links und die Prüfung des Suchintents brauchen kein Spezialwissen und keine teuren SEO Tools, nur Zeit und eine Reihenfolge. Externe Unterstützung lohnt sich bei der Priorisierung und bei der Frage, wann OnPage ausgereizt ist.
Wie lang darf ein SEO-Titel sein?
Google veröffentlicht keine Zeichengrenze. Der angezeigte Title-Link wird bei Bedarf gekürzt, typischerweise passend zur Gerätebreite. Branchenübliche Zeichenangaben sind Beobachtungswerte Dritter. Setze die Kernaussage nach vorn, dann überlebt sie eine Kürzung auf jedem Gerät.
Kann ChatGPT SEO-Texte schreiben?
Es kann Entwürfe schreiben und bei der Content-Optimierung helfen. Was es nicht liefern kann, ist das, was laut Google am stärksten wirkt: eigene Erfahrung, die Menschen als einzigartig und nützlich empfinden. Google verlangt zudem Offenlegung, wie ein Inhalt entstanden ist, einschließlich KI-Einsatz. KI als Werkzeug funktioniert, mit einem Menschen, der Erfahrung beisteuert und seinen Namen darunter setzt.
Wie lange dauert es, bis OnPage-Arbeit wirkt?
Änderungen an Seitentitel und Snippet zeigen sich in der Klickrate oft innerhalb weniger Wochen, sobald Google die Seite neu gecrawlt hat. Rankingveränderungen durch Inhaltstiefe und Verlinkung brauchen Monate, mit großer Bandbreite. Ein Satz aus unserem Projekt mit TEPROSA trifft die Erwartung besser als jede Prognose: „Es brauchte einige Monate, bis die Maschinerie ins Rollen geriet."
Was unterscheidet OnPage SEO von Technical SEO?
Technical SEO ist der Teil von OnPage, der Crawling, Indexierung, Rendering und Serverkonfiguration betrifft und in der Regel Entwickler braucht. OnPage im Sinne dieses Leitfadens umfasst zusätzlich Inhalte, HTML-Elemente und Verlinkung, also alles, was ein Marketingteam selbst ändert. Den technischen Teil behandelt der Leitfaden zu technischem SEO, verlinkt in Abschnitt 9.
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