Inhalte
2
3

Essentielle Tipps und Tricks für technisches SEO im Jahr 2024

Veröffentlicht: 3. Mai 2024
Hannes Kaltofen

Hannes Kaltofen

Gründer & Geschäftsführer

Seit über 7 Jahren in den SERPs unterwegs. Dank SEO konnte Ich das Affiliate Marketing, Blogging und Agenturgeschäft kennelernen und helfe Unternehmen tagtäglich bei ihrer Sichtbarkeit.

Inhalte
2
3

Willkommen in der Welt des technischen SEO! Dieser Bereich der Suchmaschinenoptimierung spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, Deine Website für Suchmaschinen sichtbar und auffindbar zu machen.

Genau genommen können einige Probleme in der technischen Suchmaschinenoptimierung Deine sonstigen SEO Bemühungen komplett ruinieren. Du solltest das Thema also nicht auf die leichte Schulter nehmen.

In diesem Beitrag erfährst Du alles zu den Grundlagen bzgl. technischen SEO, wie Du deine Seite auf Fehler überprüfst und wirst auch ein paar fortgeschrittenere Optimierungsmöglichkeiten kennenlernen.

On-Top bekommst Du auch noch unsere Technisches SEO Checkliste an die Hand (Erstelle eine Kopie des Dokuments zum bearbeiten).

Super oder? Dann lass und gleich beginnen.

Bedeutung und Grundlagen

Technisches SEO bezieht sich auf den Prozess der Optimierung der Infrastruktur Deiner Website. Dabei geht es nicht um Inhalte oder die externe Verlinkung, sondern um die technische Struktur der Seite. Wir sind hier also im Teilbereich OnPage SEO unterwegs.

Die Hauptziele sind eine optimierte Architektur, schnelle Ladezeiten, sichere Verbindungen und eine effektive Nutzbarkeit auf allen Geräten.

Warum ist das wichtig? Ganz einfach: Suchmaschinen wie Google legen großen Wert darauf, den Nutzern die beste Erfahrung zu bieten.

Eine technisch gut aufgestellte Seite wird daher in den Suchergebnissen höher eingestuft.

Wie Du ein technisches SEO Audit durchführst

SEO Tools wie Screaming Frog, SEMrush und Ahrefs bieten umfangreiche Funktionen, um technische Probleme zu identifizieren und zu beheben. Bevor wir uns also auf die Best Practices und Fehlerbehebung stürzen, solltest Du dir erstmal einen Überblick zum Ist-Zustand Deiner Seite verschaffen.

Technical SEO Audit mit dem Screaming Frog

Screaming Frog ist ein Desktop-Programm, das deine Website crawlt und Daten ähnlich einem Suchmaschinen-Crawler sammelt. Die Software ist wohl die unbestrittene #1 wenn es darum geht, ein technisches SEO Audit durchzuführen.

Du kannst sehr tief ins Detail gehen und den Crawl sehr stark an Deine Bedürfnisse anpassen. Auf der anderen Seite hat das SEO Tool aber auch eine gewisse Lernkurve und ist nicht ganz Einsteigerfreundlich.

Bis zu einem Umfang von 500 URLs kannst Du das Tool allerdings kostenlos nutzen. Du installierst es, gibst oben im Suchfeld Deine Domain ein und startest den Crawl.

technisches SEO Audit mit dem Screaming Frog
Anschließend kannst Du per Klick auf „Probleme“ direkt eine Übersicht zu den gängigsten Fehlern finden

Standardmäßig sortiert das Tool auch nach „Fehler“, „Warnung“ und „Hinweis“. Zudem bekommst Du auch einen Hinweis zur Priorität. Das kann Dir als Einsteiger helfen Deine Aufgaben zur priorisieren.

Per Klick auf eines der Probleme bekommst Du im unteren rechten Fenster auch noch etwas mehr Informationen dazu:

weitere informationen zu technischen seo problemen mit der seo software sreaming frog

Sobald Du ein technisches SEO Problem gewählt hast, siehst Du in der linken Spalte dann auch alle URLs, die davon betroffen sind:

betroffene urls filtern mit screming frog seo spider

So kannst Du Dich schnell an das Beheben der Fehler machen. Das SEO Tool bietet Dir noch unzählige weitere Funktionen, das ist aber Stoff für einen separaten Beitrag. Sehen wir uns jetzt mal gängige Fehler sowie technische SEO Best Practices an.

Crawlability: Zugang für Suchmaschinen, Sitemap und robots.txt

Crawlability ist einer der grundlegendsten und wichtigsten Aspekte des technischen SEO. Sie gewährleistet, dass Suchmaschinen Deine Website effizient durchsuchen und verstehen können. Hier sind die drei Hauptkomponenten, die Du berücksichtigen solltest:

Zugang für Suchmaschinen

Stelle sicher, dass Suchmaschinen Deine Website problemlos erreichen und durchsuchen können. Blockiere keine wichtigen Seiten durch Server-Einstellungen oder falsche Einstellungen in der robots.txt-Datei. Überprüfe auch, ob Deine Website durchgehend erreichbar ist und keine langen Ausfallzeiten hat.

Du kannst den Zugang für Suchmaschinen auch mit Tools wie Google Search Console testen, um sicherzustellen, dass es keine Crawling-Fehler gibt.

Sitemap

Eine Sitemap ist eine Datei, in der die URLs aller Seiten Deiner Website aufgelistet sind. Sie hilft Suchmaschinen, die Struktur Deiner Website zu verstehen und alle Seiten effizienter zu crawlen. Es ist besonders hilfreich, eine Sitemap zu haben, wenn Deine Website neu ist oder viele Seiten enthält.

Eine XML-Sitemap kannst Du leicht mit den meisten CMS-Systemen wie WordPress oder mit Sitemap-Generatoren online erstellen. Vergiss nicht, Deine Sitemap in der Google Search Console einzureichen, um deren Verarbeitung zu beschleunigen.

Wie wichtig ist eine XML-Sitemap für SEO?

Eine XML-Sitemap ist für SEO sehr wichtig, da sie Suchmaschinen hilft, alle relevanten Seiten einer Website zu finden und zu crawlen, besonders bei großen Websites oder solchen mit tief verschachtelten Seiten oder dynamischem Inhalt.

Robots.txt

Die robots.txt-Datei ist ein mächtiges Tool, das Dir hilft, Suchmaschinen anzuweisen, welche Bereiche Deiner Website gecrawlt werden sollen und welche nicht.

Die richtige Konfiguration der robots.txt ist entscheidend, um sicherzustellen, dass Suchmaschinen nicht durch unwichtige oder private Seiten abgelenkt werden. Hier sind ein paar Beispiele für den Einsatz der robots.txt:

  • User-agent: Googlebot – Spezifische Anweisungen nur für Google’s Crawler.
  • Disallow: /nicht-oeffentlicher-bereich/ – Blockiert den Zugang zu bestimmten Verzeichnissen.
  • Allow: / – Erlaubt das Crawling der gesamten Website, ausgenommen die Bereiche, die explizit ausgeschlossen sind.

Indexierbarkeit: HTTP-Statuscodes, Einsatz von „noindex“, Canonical-Tags

Die Indexierbarkeit Deiner Website ist entscheidend dafür, wie Suchmaschinen Deinen Content verstehen und in ihren Index aufnehmen. Deine Content Marketing Bemühungen sollen ja schließlich auch zum Erfolg führen.

Eine korrekte Handhabung von HTTP-Statuscodes, „noindex“-Anweisungen und Canonical-Tags spielt hierbei eine zentrale Rolle.

Ob eine Seite indexiert ist kannst Du übrigens einfach in der Google Search Console überprüfen, oder auch direkt in der Google Suche mit:

site:deinedomain.com/zu-pruefende-url

HTTP-Statuscodes

HTTP-Statuscodes sind Antworten des Servers auf Anfragen von Browsern oder Suchmaschinen und signalisieren den Zustand der angeforderten Ressource. Hier sind einige wichtige Statuscodes, die Du kennen solltest:

  • 200 OK: Dies ist der ideale Statuscode, der besagt, dass die Seite erfolgreich geladen und bereit zur Anzeige ist.
  • 301 Moved Permanently: Dieser Statuscode wird verwendet, um eine dauerhafte Weiterleitung von einer alten auf eine neue URL anzugeben. Er ist besonders nützlich bei Umstrukturierungen der Website oder nach dem Umzug einer Domain.
  • 404 Not Found: Zeigt an, dass die angeforderte Seite nicht gefunden wurde. Dies sollte korrekt gehandhabt werden, um ein gutes Nutzererlebnis zu gewährleisten und zu verhindern, dass Suchmaschinen Zeit mit dem Versuch verschwenden, nicht existente Seiten zu indexieren.
  • 503 Service Unavailable: Dieser Status sollte verwendet werden, wenn die Website aus technischen Gründen vorübergehend nicht verfügbar ist, etwa während Wartungsarbeiten.

Was ist der Unterschied zwischen 301- und 302-Weiterleitungen?

Eine 301-Weiterleitung zeigt eine dauerhafte Verschiebung einer Seite an und überträgt den größten Teil der Linkautorität auf die neue Seite. Eine 302-Weiterleitung ist temporär und teilt Suchmaschinen mit, dass die ursprüngliche Seite voraussichtlich zurückkehren wird, wobei die Linkautorität bei der ursprünglichen URL bleibt.

Wie beeinflussen Redirect Chains das SEO?

Lange Redirect Chains (mehrere aufeinanderfolgende Weiterleitungen) können das Crawlen erschweren und die Ladezeit der Seite verlängern, was sowohl das Nutzererlebnis als auch das SEO negativ beeinflusst. Du solltest also Redirect Chains also vermeiden.

Einsatz von „noindex“

Das „noindex“-Tag ist ein mächtiges Werkzeug, das Suchmaschinen anweist, eine Seite nicht in ihren Index aufzunehmen. Es ist besonders nützlich für Seiten, die nicht in den Suchergebnissen erscheinen sollen, wie interne Suchergebnisseiten oder bestimmte administrativ genutzte Seiten. So implementierst Du das „noindex“-Tag:

  • In den HTML-Header der betreffenden Seite einfügen: <meta name=“robots“ content=“noindex“>
  • Über HTTP-Header, besonders nützlich für Medien-Dateien oder andere Nicht-HTML-Ressourcen: X-Robots-Tag: noindex

Canonical-Tags

Canonical-Tags helfen, Probleme mit doppeltem Inhalt zu vermeiden, indem sie Suchmaschinen die bevorzugte Version einer Seite signalisieren. Dies ist wichtig, wenn ähnliche oder identische Inhalte über mehrere URLs zugänglich sind. Der Einsatz von Canonical-Tags hilft dabei, die SEO-Kraft auf die bevorzugte URL zu konzentrieren und Splitting der Linkautorität zu vermeiden. So setzt Du einen Canonical-Tag ein:

  • Füge das Canonical-Tag in den <head>-Bereich der Seite ein: <link rel=“canonical“ href=“https://www.beispiel.de/bevorzugte-seite-url/„>

Renderbarkeit: JavaScript, CSS, mobile Optimierung

Die Renderbarkeit einer Website bezieht sich darauf, wie gut Suchmaschinen den Inhalt einer Seite verstehen und darstellen können.

Eine optimale Renderbarkeit sorgt dafür, dass Dein Content nicht nur korrekt indexiert, sondern auch in den Suchmaschinen-Ergebnissen (SERPs) ansprechend präsentiert werden.

Dies umfasst die korrekte Handhabung von JavaScript und CSS sowie die Optimierung der Website für mobile Geräte.

JavaScript

Viele moderne Websites nutzen JavaScript, um dynamische Inhalte und interaktive Funktionen zu ermöglichen. Allerdings kann JavaScript für Suchmaschinen eine Herausforderung darstellen, wenn es nicht korrekt implementiert wird.

  • Serverseitiges Rendering (SSR): Bei SSR wird der JavaScript-Code auf dem Server ausgeführt und das Ergebnis als fertiges HTML an den Browser gesendet. Dies erleichtert Suchmaschinen das Crawlen und Indexieren, da der Inhalt bereits in HTML vorliegt.
  • Progressive Enhancement: Gestalte Deine Website so, dass der grundlegende Inhalt und die Funktionalität auch ohne JavaScript zugänglich sind. Dies stellt sicher, dass Suchmaschinen und Nutzer ohne JavaScript-Fähigkeiten Deinen Content sehen können.
  • Prerendering: Nutze Tools, um dynamische JavaScript-Seiten in statisches HTML umzuwandeln, bevor sie von Suchmaschinen gecrawlt werden. Dies kann besonders nützlich sein für Websites, die auf Single Page Applications (SPAs) basieren.

CSS

CSS ist entscheidend für das visuelle Layout Deiner Website, kann aber auch das Rendering beeinflussen, wenn Inhalte durch Überlagerungen oder versteckte Anzeigen maskiert werden. Achte darauf, dass Deine CSS-Implementierung den Inhalt nicht für Suchmaschinen verbirgt:

  • Vermeide versteckte Texte: Stelle sicher, dass wichtige Inhalte nicht durch CSS-Techniken wie display: none oder visibility: hidden versteckt werden, da diese von Suchmaschinen möglicherweise ignoriert werden.
  • Optimiere die Ladezeiten: Verwende komprimierte CSS-Dateien und vermeide übermäßig komplexe Stylesheets, die die Ladezeiten verlangsamen können.

Mobile Optimierung

Da Google einen Mobile-First-Index verwendet, ist die Optimierung Deiner Website für mobile Geräte entscheidend. Dies bedeutet, dass Google primär die mobile Version Deiner Website für Ranking und Indexierung verwendet.

  • Responsive Design: Deine Website sollte auf verschiedenen Geräten und Bildschirmgrößen gut funktionieren. Dies wird üblicherweise durch responsive Webdesign erreicht, bei dem CSS-Media-Queries verwendet werden, um das Layout entsprechend der Bildschirmgröße anzupassen.
  • Ladezeiten: Mobile Geräte haben oft weniger leistungsfähige Prozessoren und langsamere Internetverbindungen. Optimiere Bilder, minimiere JavaScript und CSS und nutze Techniken wie Lazy Loading, um die Ladezeiten zu verbessern. Mehr dazu gleich.
  • Benutzerfreundlichkeit: Achte auf leicht zugängliche Menüs, ausreichend große Touch-Targets und gut lesbare Schriftgrößen.

Technische Aspekte der Seitenperformance

Eine schnelle und reaktionsfähige Website ist entscheidend für eine gute Nutzererfahrung und ein wesentlicher Faktor für eine technische SEO Optimierung.

Die Performance Deiner Website beeinflusst nicht nur, wie Besucher mit Deiner Seite interagieren, sondern auch, wie Suchmaschinen Deine Seite bewerten. Hier sind zwei kritische Bereiche, auf die Du Dich konzentrieren solltest:

PageSpeed: Verbesserungen und Nutzung von CDNs

Eine gute Website Performance verbessert die Benutzerzufriedenheit und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Besucher auf Deiner Website bleiben.

  • Bilder optimieren: Komprimiere Bilder, ohne die Qualität zu beeinträchtigen, und verwende moderne Formate wie WebP, die eine hohe Qualität bei niedrigeren Dateigrößen bieten.
  • Minimierung von JavaScript und CSS: Reduziere die Größe dieser Dateien durch Tools, die unnötige Zeichen entfernen (Minifying). Dies reduziert die Zeit, die zum Laden und Verarbeiten dieser Ressourcen benötigt wird.
  • Browser-Caching nutzen: Konfiguriere Deinen Server so, dass häufig angeforderte Ressourcen wie Stylesheets, Bilder und JavaScript-Dateien im Browser der Nutzer zwischengespeichert werden. Dies verringert die Ladezeiten bei wiederholten Besuchen.
  • Nutzung von Content Delivery Networks (CDNs): CDNs speichern Kopien Deiner Webseite auf Servern auf der ganzen Welt. Dies bedeutet, dass der Content schneller an Nutzer ausgeliefert wird, da die Daten geographisch näher am Benutzer sind. Dies ist besonders effektiv für Websites mit einem internationalen Publikum.

Mobile Optimierung und Core Web Vitals

Die Optimierung für mobile Geräte ist unerlässlich, da immer mehr Nutzer über Smartphones auf das Internet zugreifen. Google verwendet die mobile Version der Inhalte für Indexierung und Ranking, was die Notwendigkeit einer gut optimierten mobilen Website unterstreicht.

Die Core Web Vitals sind spezifische Faktoren, die Google als Teil der User Experience betrachtet:

  • Largest Contentful Paint (LCP): Misst, wie lange es dauert, bis der größte Inhalt im Sichtfeld geladen ist. Ein guter Wert liegt unter 2,5 Sekunden.
  • First Input Delay (FID): Misst die Zeit von der ersten Interaktion eines Nutzers mit Deiner Seite bis zur Reaktion der Seite darauf. Der Zielwert sollte unter 100 Millisekunden liegen.
  • Cumulative Layout Shift (CLS): Bewertet, wie oft Inhalte auf der Seite unerwartet verschoben werden, während die Seite geladen wird. Ein guter Wert ist weniger als 0,1.

Um diese Metriken zu verbessern, solltest Du folgende Schritte in Betracht ziehen:

  • Responsive Design anpassen: Stelle sicher, dass Deine Website auf allen Geräten gut aussieht und funktioniert, und passe Layouts an unterschiedliche Bildschirmgrößen an.
  • Serverantwortzeiten verbessern: Optimiere Deine Serverkonfiguration oder wechsle zu einem schnelleren Hosting-Anbieter.
  • Ressourcenpriorisierung: Priorisiere das Laden kritischer Ressourcen, um die Nutzer so schnell wie möglich mit sichtbaren und interaktiven Inhalten zu versorgen.

Seitenstruktur und Navigation

Eine logisch aufgebaute und klar strukturierte Website ist essentiell, sowohl für die Nutzerfreundlichkeit als auch für die Suchmaschinenoptimierung.

Eine intuitive Seitenstruktur erleichtert den Nutzern die Navigation und hilft Suchmaschinen, den Content Deiner Website besser zu verstehen und zu indexieren.

Optimierung der Seitenstruktur

Eine gut durchdachte Seitenstruktur schafft ein besseres Nutzererlebnis und verbessert die SEO-Leistung Deiner Website. Folgende Punkte sollten dabei berücksichtigt werden:

  • Hierarchische Gliederung: Organisiere die Inhalte Deiner Website in einer klaren Hierarchie. Starte mit einer Startseite, von der aus auf Hauptkategorien zugegriffen wird, die wiederum in Unterkategorien und einzelne Seiten unterteilt sind.
  • Limitierung der Klicktiefe: Ideal sollten Informationen auf Deiner Website nicht mehr als drei Klicks von der Startseite entfernt sein. Dies hilft Nutzern und Suchmaschinen, Informationen schnell und effizient zu finden.
  • Interne Verlinkung: Nutze interne Links, um Verbindungen zwischen relevanten Inhalten zu schaffen. Dies nicht nur stärkt die SEO, sondern hilft auch den Nutzern, weitere relevante Informationen leicht zu finden.

URL-Struktur

Die Struktur Deiner URLs spielt eine wichtige Rolle bei der Auffindbarkeit Deiner Seiten. Eine klare und konsistente URL-Struktur ist für Suchmaschinen und Nutzer gleichermaßen nützlich. Hier einige Tipps zur Optimierung:

  • Kurz und prägnant: Halte Deine URLs kurz und beschreibend. Vermeide lange URL-Strukturen mit unnötigen Parametern.
  • Schlüsselwörter verwenden: Integriere relevante Schlüsselwörter in Deine URLs. Dies verbessert die Relevanz Deiner Seiten und kann helfen, die Rankings zu verbessern.
  • Verwendung von Bindestrichen: Nutze Bindestriche (-), um Wörter in URLs zu trennen, da sie besser lesbar sind als Unterstriche (_) oder Leerzeichen.

Breadcrumbs sind eine sekundäre Navigationshilfe, die den Nutzern zeigt, wo sie sich innerhalb der Website-Struktur befinden. Sie verbessern nicht nur die Nutzererfahrung, indem sie eine einfache Rücknavigation ermöglichen, sondern helfen auch Suchmaschinen, die Struktur der Website zu verstehen. So optimierst Du Breadcrumbs für Deine Website:

  • Visuelle Klarheit: Stelle sicher, dass die Breadcrumbs visuell gut erkennbar sind und oberhalb des Hauptinhalts platziert werden.
  • Konsistenz: Halte die Breadcrumb-Navigation auf jeder Seite Deiner Website konsistent. Jeder Breadcrumb-Link sollte auf eine logische und bestehende Seite führen.

Zusätzliche technische SEO-Tipps

Um die technische SEO Deiner Website weiter zu verbessern, gibt es neben den bereits erwähnten Aspekten noch weitere wichtige Maßnahmen, die Du ergreifen kannst.

Dazu gehören die Implementierung von HTTPS, die Nutzung strukturierter Daten und die korrekte Anwendung des Hreflang-Attributes. Hier erfährst Du, wie Du diese Elemente effektiv nutzen kannst:

HTTPS

HTTPS steht für Hypertext Transfer Protocol Secure und ist ein Protokoll zur sicheren Kommunikation über ein Computernetzwerk. Die Umstellung von HTTP auf HTTPS ist aus mehreren Gründen wichtig:

  • Sicherheit: HTTPS verschlüsselt den ausgetauschten Datenverkehr, was die Sicherheit der Informationen Deiner Nutzer gewährleistet. Dies ist besonders wichtig, wenn sensible Daten wie Kreditkarteninformationen oder persönliche Daten übertragen werden.
  • Vertrauen: Eine HTTPS-Verbindung signalisiert den Nutzern, dass Deine Website sicher ist, was das Vertrauen erhöht und die Wahrscheinlichkeit eines Besuchs oder Kaufs verbessert.
  • SEO-Vorteile: Google hat bestätigt, dass HTTPS als Rankingfaktor dient. Websites, die über HTTPS laufen, können daher einen SEO-Vorteil gegenüber nicht gesicherten Websites haben.

Um HTTPS zu implementieren, benötigst Du ein SSL-Zertifikat, das von vielen Hosting-Anbietern bereitgestellt wird, oft sogar kostenlos über Let’s Encrypt.

Strukturierte Daten

Strukturierte Daten helfen Suchmaschinen, den Inhalt Deiner Website besser zu verstehen und ihn entsprechend in den Suchergebnissen darzustellen. Durch die Implementierung strukturierter Daten kannst Du beispielsweise Rich Snippets erzeugen, die auffälliger sind und möglicherweise eine höhere Klickrate (CTR) erzielen. So setzt Du strukturierte Daten ein:

  • Schema.org: Nutze die Markups von Schema.org, um Deine Seiten für Suchmaschinen leichter verständlich zu machen. Dies kann Informationen zu Produkten, Bewertungen, Organisationen und mehr umfassen.
  • JSON-LD: Dies ist das empfohlene Format zur Einbindung strukturierter Daten in Deine Webseite. Es wird im Header-Bereich der HTML-Seite platziert und von den meisten großen Suchmaschinen erkannt.

Technisches SEO für mehrsprachige Websites

Internationales SEO ist entscheidend für Unternehmen, die ein globales Publikum ansprechen möchten. Die Wahl der richtigen URL-Struktur, der Einsatz von Ländercode-Top-Level-Domains (ccTLDs) und ein effektives Management von Hreflang-Tags sind zentrale Aspekte, die sorgfältig berücksichtigt werden müssen.

Wahl der richtigen Domänenstruktur

Die Strukturierung der URL für internationale Websites kann auf verschiedene Weisen erfolgen, jede mit ihren eigenen Vor- und Nachteilen:

  • Subdomains: Zum Beispiel de.beispiel.com für Deutschland. Subdomains sind nützlich, wenn die einzelnen Länderseiten große Unterschiede in Bezug auf den Typ oder das Volumen des Inhalts aufweisen. Ein Nachteil ist, dass Subdomains von Suchmaschinen als separate Entitäten betrachtet werden könnten, was bedeutet, dass die Autorität der Hauptdomain möglicherweise nicht vollständig auf die Subdomains übertragen wird.
  • Subdirectories: Zum Beispiel beispiel.com/de/ für Deutschland. Diese Methode ist vorteilhaft für die SEO, da alle Subdirectories von der Autorität der Hauptdomain profitieren. Dies ist einfacher zu verwalten als Subdomains, erfordert jedoch eine klare und konsistente Navigation und Struktur, um sicherzustellen, dass Suchmaschinen und Nutzer die geografische Zielsetzung verstehen.
  • ccTLDs: Zum Beispiel beispiel.de für Deutschland. Diese sind besonders effektiv, um Suchmaschinen und Nutzern die geografische Zielrichtung der Website zu signalisieren. Der Nachteil ist, dass jede ccTLD als völlig unabhängige Domain betrachtet wird, was bedeutet, dass jede Domain ihre eigene SEO-Autorität aufbauen muss.

Management von Hreflang-Tags

Hreflang-Tags sind entscheidend für mehrsprachige und multinationale Websites, um Suchmaschinen anzuzeigen, welche Sprach- oder Regionalversion einer Seite für welche Nutzer relevant ist. Zu den Best Practices

  • Genauigkeit: Stelle sicher, dass die Hreflang-Tags korrekt implementiert sind, einschließlich der korrekten Sprach- und Ländercodes. Dies beinhaltet das Einsetzen eines Rückverweises von jeder Version der Seite auf alle anderen Versionen, einschließlich sich selbst.
  • Vollständigkeit: Jede Sprach- oder Ländervariante sollte über entsprechende Hreflang-Tags verfügen. Dies hilft Google und anderen Suchmaschinen zu verstehen, wie die Inhalte organisiert sind und verhindert Probleme mit falsch zugeordneten Sprachversionen.
  • Überprüfung: Regelmäßige Überprüfungen der Implementierung sind wichtig, da Fehler in Hreflang-Implementierungen zu Problemen bei der Indexierung und beim Ranking führen können. Tools wie die Google Search Console können dabei helfen, Fehler zu identifizieren und zu korrigieren.

Verwaltung von mehrsprachigem Content

Effektives Management mehrsprachigen Contents ist entscheidend, um Konsistenz und Qualität über alle Sprachversionen hinweg sicherzustellen. Hier sind einige Schlüsselstrategien:

  • Konsistente Struktur: Halte eine konsistente URL-Struktur über alle Sprachversionen hinweg aufrecht. Dies vereinfacht nicht nur die Implementierung von Hreflang-Tags, sondern macht auch die Website-Architektur für Nutzer und Suchmaschinen klarer.
  • Lokalisierung vs. Übersetzung: Es ist wichtig, Inhalte nicht nur zu übersetzen, sondern sie auch zu lokalisieren, um kulturelle Nuancen und lokale Gegebenheiten anzusprechen. Dies verbessert die Relevanz und Resonanz der Inhalte bei der Zielgruppe.
  • Qualitätskontrolle: Implementiere Prozesse zur Überprüfung der Genauigkeit und Qualität der Übersetzungen. Fehlerhafte oder ungenaue Übersetzungen können das Markenimage schädigen und sind oft weniger effektiv im SEO.
  • Technologische Unterstützung: Nutze CMS-Funktionen oder Drittanbieter-Tools, die speziell für die Verwaltung mehrsprachiger Inhalte entwickelt wurden. Für WordPress Nutzer bietet sich WPML an.

Technisches SEO für Online-Shops

Im E-Commerce ist technisches SEO besonders entscheidend, da es nicht nur um das Ranking geht, sondern auch darum, Nutzern ein reibungsloses Einkaufserlebnis zu bieten.

Besonders wichtig sind hier die Optimierung von Produktseiten, die Kategorisierung und facettierte Navigation, das Handling von Kundenbewertungen und Ratings sowie das Management von Produktvarianten.

Produktseiten-Optimierung

Produktseiten sind die wichtigsten Elemente eines Online-Shops. Sie müssen sowohl für Suchmaschinen als auch für Nutzer optimiert sein, um eine hohe Konversionsrate zu erzielen:

  • Meta-Tags: Jede Produktseite sollte einzigartige Meta-Tags (Titel und Beschreibung) haben, die relevante Keywords enthalten. Diese Tags sollten präzise und ansprechend sein, um sowohl Klicks in den Suchergebnissen zu fördern als auch Relevanz für Suchmaschinen zu signalisieren.
  • Produktbeschreibungen: Hochwertige, informative und keyword-optimierte Produktbeschreibungen helfen nicht nur bei der SEO, sondern auch beim Nutzererlebnis. Vermeide Duplikate durch individuelle Texte für ähnliche Produkte.
  • Bilder und Videos: Optimiere die Bilder und füge Alt-Texte hinzu, die relevante Keywords enthalten. Hochwertige Bilder und Videos können das Nutzerengagement erhöhen und die Verweildauer auf der Seite verbessern.
  • Mobile Optimierung: Stelle sicher, dass alle Produktseiten auf mobilen Geräten gut funktionieren, da immer mehr Nutzer über Smartphones einkaufen.

Kategorisierung und Facettierte Navigation

Die Strukturierung eines Online-Shops muss klar und logisch sein, um sowohl Nutzern als auch Suchmaschinen die Navigation zu erleichtern:

  • Klare Kategoriestrukturen: Erstelle eine hierarchische Struktur, die es den Nutzern ermöglicht, intuitiv durch die Produktpalette zu navigieren. Breadcrumbs sollten hier ebenfalls genutzt werden.
  • Facettierte Navigation: Während sie für Nutzer nützlich ist, kann sie SEO-Probleme wie Duplicate Content verursachen. Implementiere noindex-Tags für weniger wichtige Filterseiten und nutze canonical-Tags, um Suchmaschinen die Hauptseite der Kategorie anzugeben.

Handling von Kundenbewertungen und Ratings für technisches SEO

Kundenbewertungen sind nicht nur wichtig für die Kaufentscheidung anderer Kunden, sondern auch für SEO:

  • Rich Snippets: Integriere strukturierte Daten für Bewertungen und Ratings, um Rich Snippets in den Suchergebnissen zu ermöglichen, was die Sichtbarkeit und das Nutzerengagement steigern kann.
  • Frischer Content: Bewertungen fügen regelmäßig neuen und einzigartigen Inhalt zu Produktseiten hinzu, was von Suchmaschinen als positiver Indikator für die Aktualität der Seite gewertet wird.

Handling von Produktvarianten im technischen SEO

Produktvarianten, wie verschiedene Größen oder Farben eines Artikels, können SEO-Herausforderungen darstellen:

  • Canonical Tags: Nutze Canonical Tags, um zu vermeiden, dass Suchmaschinen ähnliche Seiten als Duplicate Content werten. Der Canonical Tag sollte auf die repräsentative Hauptseite der Produktvariante zeigen.
  • Parameter in URLs: Manage URL-Parameter effektiv, um zu steuern, wie Suchmaschinen mit verschiedenen Produktvarianten umgehen. Nutze die Google Search Console, um Parameter richtig zu konfigurieren und zu steuern, welche URLs gecrawlt werden sollen.

Häufige Fragen in Bezug auf fortgeschrittenes Technical SEO

Was versteht man unter der „Crawl Budget“ und wie kann man es optimieren?

Die Crawl Budget bezieht sich auf die Anzahl der Seiten, die ein Suchmaschinenbot innerhalb einer bestimmten Zeit auf einer Website crawlt. Man kann das Crawl Budget optimieren, indem man tote Links, doppelten Inhalt und unwichtige Seiten entfernt, die Crawl-Priorität wichtiger Seiten durch die Sitemap und interne Verlinkungen erhöht und schnelle Serverantwortzeiten sicherstellt.

Wie kann man sicherstellen, dass dynamischer Inhalt von Suchmaschinen richtig indexiert wird?

Dynamischer Inhalt, der mit JavaScript generiert wird, kann Probleme beim Crawling und Indexieren verursachen. Um sicherzustellen, dass dieser Inhalt von Suchmaschinen erfasst wird, kann man serverseitiges Rendering oder Prerendering-Technologien verwenden.

Was sind die Herausforderungen bei der SEO für Single Page Applications (SPAs)?

SPAs laden Inhalte dynamisch und verwenden oft JavaScript intensiv, was das Crawling und Indexieren erschweren kann. Lösungen wie serverseitiges Rendering oder die Implementierung von Prerendering-Diensten können helfen, diese Herausforderungen zu überwinden.

Wie wirkt sich der Einsatz von iframes auf SEO aus?

Inhalte in iframes können von Suchmaschinen schwer zu crawlen sein, und Links innerhalb eines iframes können weniger SEO-Wert haben. Es wird empfohlen, wichtige Inhalte direkt in das HTML-Dokument einzubetten, statt sie über iframes zu laden.

Welche Strategien gibt es, um die Indexierung tiefer Seiten in großen Websites zu verbessern?

  • Navigationslinks: Stelle sicher, dass die Hauptnavigation der Website alle wichtigen Bereiche abdeckt und dass tiefe Seiten über Kategorien oder Unterkategorien erreichbar sind.
  • Contextual Linking: Verwende Links innerhalb des Inhalts, um auf relevante tiefe Seiten zu verweisen. Dies hilft nicht nur Suchmaschinen, diese Seiten zu finden, sondern auch Nutzern, mehr relevante Inhalte zu entdecken.
  • Footer-Links: Manchmal können wichtige, aber tiefer liegende Seiten über den Footer verlinkt werden, um ihre Sichtbarkeit zu erhöhen.
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner